Audi-Aus in Neckarsulm? Özdemir warnt vor „fatalem Signal“ für die Region

Ministerpräsident Cem Özdemir sorgt sich um die Zukunft von Audi in Neckarsulm. (Archivbild) | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
  • Ministerpräsident Cem Özdemir sorgt sich um die Zukunft von Audi in Neckarsulm. (Archivbild)
  • Foto: Bernd Weißbrod/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Neckarsulm. Für Beschäftigte, Zulieferer und die Region steht viel auf dem Spiel: Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir warnt vor einem möglichen Rückzug von Audi aus Neckarsulm.

In einem der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegenden Brief an Volkswagen-Chef Oliver Blume schreibt der Grünen-Politiker, ein Aus von Audi am Standort wäre ein „fatales, politisches Signal“. Es würde aus seiner Sicht die Debatte über eine Deindustrialisierung Deutschlands weiter verschärfen.

Am Werk in Neckarsulm arbeiten nach seinen Angaben rund 15.000 Menschen. Hinzu kommt ein dichtes Netz an Zulieferunternehmen in der Region. Nach Einschätzung Özdemirs hängen damit weitaus mehr Arbeitsplätze an dem Standort als nur die direkten Stellen bei Audi.

Standort auch für KI-Projekte wichtig

Özdemir verweist zudem auf die Bedeutung des Werks für den Aufbau von Künstlicher Intelligenz in der Region Heilbronn. Eine Schließung würde das in den vergangenen Jahren entstandene Ökosystem rund um KI substanziell schwächen. Ohne einen industriellen Großabnehmer in unmittelbarer Nähe fehlten wichtige Skaleneffekte.

Audi ist am Innovationspark Künstliche Intelligenz, kurz IPAI, in Heilbronn beteiligt. Dort wird unter anderem erforscht, wie KI in der Produktion eingesetzt werden kann. Mit dem Projekt ist die Hoffnung verbunden, in Europa eine Vorreiterrolle bei KI einzunehmen.

Volkswagen will nach Aufsichtsrat informieren

Für Donnerstag, 9. Juli, war eine Sitzung des Aufsichtsrats des Audi-Mutterkonzerns Volkswagen vorgesehen. Nach dem Treffen wollte Volkswagen zügig über mögliche Entscheidungen informieren.

Das „Manager Magazin“ hatte berichtet, dass weltweit bis zu 100.000 Stellen im Konzern wegfallen könnten. Demnach drohe vier deutschen VW-Standorten die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Eine Bestätigung dafür von Volkswagen wurde in der vorliegenden Meldung nicht genannt.

Die IG Metall rief zu bundesweiten Protesten gegen die Sparpläne bei Volkswagen auf. Auch Beschäftigte von Mercedes-Benz und Porsche wollten mit einem Autokorso gegen Sozialabbau und gegen Kürzungspläne der Autobauer demonstrieren. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

78 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.