Arbeitsmarkt in BaWü: Stellenabbau in der Industrie, Jobchancen in der Pflege
- Regionaldirektion rechnet mit Anstieg der Arbeitslosigkeit um 1,2 Prozent. (Archivbild)
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Stuttgart. Für Arbeitsuchende in Baden-Württemberg dürfte es auch 2027 schwieriger bleiben, eine neue Stelle zu finden. Die Arbeitslosigkeit soll im Jahresdurchschnitt um 1,2 Prozent steigen.
Konjunktur bremst den Anstieg
Die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit stützt ihre Prognose auf Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Bundesweit erwarten die Fachleute für 2027 einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 0,7 Prozent.
Die wirtschaftliche Erholung dürfte den Anstieg im Südwesten zwar bremsen. Für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit reicht sie nach Einschätzung der Regionaldirektion aber nicht aus. 2023 und 2024 war die Arbeitslosigkeit im Land jeweils um rund zehn Prozent gestiegen, 2025 um 8,8 Prozent. Für 2026 hatte die Regionaldirektion zuletzt noch mit einem durchschnittlichen Plus von drei Prozent gerechnet.
Industrie unter Druck, Chancen in Pflege und Erziehung
Besonders belastend bleibt die Krise der Industrie. Im produzierenden Gewerbe dürfte die Beschäftigung weiter sinken. Neue Arbeitsplätze entstehen laut Regionaldirektion vor allem in diesen Bereichen:
- Gesundheit
- Pflege
- Erziehung
Zwischen 2022 und 2025 nahm die Zahl der Arbeitslosen im Durchschnitt um rund ein Drittel zu. Besonders spürbar sind die Folgen für junge Menschen und Langzeitarbeitslose. Die Regionaldirektion setzt deshalb auf Berufsausbildung, Weiterbildung und den Wechsel in neue Tätigkeiten. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |