Abstimmung in der Schweiz: Votum über 10-Millionen-Grenze
- Laut Umfragen könnte das Ergebnis knapp werden (Archivbild)
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Bern. In der Schweiz entscheidet eine Volksabstimmung über eine mögliche Obergrenze für die Bevölkerungszahl. Am Sonntag, 14. Juni, stimmen Bürgerinnen und Bürger über eine Initiative der Schweizerischen Volkspartei SVP ab, die die Zuwanderung stärker begrenzen will.
Die Partei fordert, dass die Bevölkerung des Alpenlandes bis zum Jahr 2050 auf höchstens zehn Millionen Menschen begrenzt wird. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Schweiz. Darunter sind etwa 340.000 Deutsche.
Grenzen für Zuwanderung und Asyl vorgesehen
Wird die Initiative angenommen, müssten bereits ab einer Bevölkerungszahl von 9,5 Millionen Menschen neue Einschränkungen greifen. Geplant sind unter anderem strengere Regeln bei der Asylvergabe sowie beim Familiennachzug.
Nach Einschätzung von Beobachtern könnte diese Schwelle in den 2030er Jahren erreicht werden. Sollte die Begrenzung damit nicht ausreichen, sieht die Initiative einen weiteren Schritt vor. Dann könnte auch die mit der Europäischen Union vereinbarte Personenfreizügigkeit gekündigt werden.
Umfragen zeigen knappes Rennen
Die Auszählung der Stimmen beginnt am Sonntag um 12 Uhr. Lange deuteten Umfragen auf eine Zustimmung zur Initiative hin. Zwei Wochen vor der Abstimmung zeigte sich jedoch eine Trendwende.
Aktuelle Umfragen erwarten ein knappes Ergebnis. In der Vergangenheit wichen Resultate von Volksabstimmungen in der Schweiz allerdings häufig deutlich von den vorherigen Umfragewerten ab. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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