43 Cent pro Liter: Winzer bekommen Geld für überschüssigen Wein

Möglich gemacht wird die sogenannte Krisendestillation für Rot- und Roséweine aus Rheinhessen und Württemberg. (Archivfoto)  | Foto: Hannes P. Albert/dpa
  • Möglich gemacht wird die sogenannte Krisendestillation für Rot- und Roséweine aus Rheinhessen und Württemberg. (Archivfoto)
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Mainz. Winzer in Rheinhessen und Württemberg können ab Mitte September Hilfe für überschüssigen Wein beantragen. Die sogenannte Krisendestillation soll Betriebe entlasten, weil derzeit zu viel Wein auf dem Markt ist.

Was die Förderung vorsieht

Gefördert wird die Destillation von Rotwein und Roséwein zu Industriealkohol. Für diese Mengen erhalten Betriebe 43 Cent pro Liter. Zusätzlich sind 16 Cent pro Liter für Logistik- und Brennkosten vorgesehen.

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Weinbauministeriums stellt die EU 10,33 Millionen Euro aus der Agrarreserve bereit. Damit kann die Destillation von bis zu 17,5 Millionen Litern Wein unterstützt werden. Zugelassen sind der Vorjahresjahrgang und ältere Weine. Die EU-Kommission hatte dem deutschen Antrag zugestimmt.

Nur industrielle Nutzung erlaubt

Der gewonnene Alkohol darf ausschließlich für industrielle Zwecke eingesetzt werden. Genannt werden etwa Desinfektionsmittel und Energie. Für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist die Verwendung nicht zulässig, damit es keine Wettbewerbsverzerrungen gibt.

Interessierte Winzer müssen zunächst beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum melden, welche Menge Wein sie destillieren möchten. Die Regelung gilt für Rheinhessen, das größte deutsche Anbaugebiet, und Württemberg, das viertgrößte der 13 Anbaugebiete. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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