100-Tage-Agenda für Rheinland-Pfalz: Betriebe erhöhen Druck
- Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist erst wenige Tage her. Die künftige Regierung bekommt aber bereits einen Auftrag von der Wirtschaft. (Archivbild)
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Wirtschaft. In Rheinland-Pfalz wächst der Druck auf die künftige Landesregierung. Betriebe sehen deutlichen Handlungsbedarf bei Verwaltung, Steuern und Infrastruktur und fordern schnelle Entscheidungen für den Standort.
Grundlage ist eine aktuelle Standortumfrage der vier Industrie- und Handelskammern im Land. Die Unternehmen bewerten Rheinland-Pfalz nur noch mit der Note 3,3. Vor der Landtagswahl 2021 lag der Wert bei 2,9.
Schnelle Reformen in den ersten 100 Tagen
„Unsere Standortumfrage zeigt deutlich: Rheinland-Pfalz steht wirtschaftspolitisch vor entscheidenden Weichenstellungen“, sagte Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Aus Sicht der Wirtschaft müssten zentrale Reformen rasch angestoßen werden, um Investitionen, Innovation und Beschäftigung zu stärken.
Die Betriebe fordern vom künftigen Regierungsbündnis eine 100-Tage-Agenda mit fünf Sofortmaßnahmen. Wenn früh die richtigen Prioritäten gesetzt würden, könne der Wirtschaftsstandort wieder an Dynamik gewinnen.
Bürokratie, Digitalisierung und Steuern
Konkret nennen die Unternehmen mehrere Schwerpunkte
- einen transparenten Landesplan für den Einsatz des Sondervermögens
- einen systematischen und spürbaren Abbau von Bürokratie
- mehr Tempo bei der digitalen Verwaltung
- eine Stärkung der steuerlichen Wettbewerbsfähigkeit
- Maßnahmen für mehr Krisenfestigkeit der Wirtschaft
Nach der Landtagswahl laufen Gespräche zwischen Wahlsieger CDU und der SPD über die Bildung einer neuen Landesregierung in Rheinland-Pfalz. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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