Wutrede von Siegemund in Rom
- Im Interview machte Siegemund ihrem Ärger über störende Zuschauer Luft. (Archivbild)
- Foto: Marijan Murat/dpa
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Rom. Ein Zuschauer-Eklat hat das WTA-Turnier in der italienischen Hauptstadt überschattet. Tennisprofi Laura Siegemund aus Baden-Württemberg hat nach ihrem Doppelspiel in Rom scharf gegen einzelne Zuschauer auf den Rängen gewettert.
Die 38-Jährige berichtete nach der Partie von Störungen während des Matches. „Da kommt eine Gruppe völlig Gestörter, schreit rein, labert dich zu am Change Over, wenn du am Handtuch bist“, sagte Siegemund im Interview mit dem Sender Sky. Solche Personen gehörten „runter von der Anlage“.
Wut nach Achtelfinaleinzug im Doppel
Eigentlich hatte Siegemund sportlichen Grund zur Freude. Gemeinsam mit ihrer Doppelpartnerin Vera Swonarewa zog die Schwäbin am Montag, 12. Mai, beim WTA-Turnier in Rom ins Achtelfinale ein. Doch der Erfolg geriet für die erfahrene Spielerin in den Hintergrund. „Ich wollte einfach nur mein Doppel spielen. Wir haben das gut gemacht, aber das geht völlig unter“, sagte Siegemund.
Vorwürfe gegen Wett-Zuschauer
Besonders kritisierte sie Zuschauer, die ihrer Ansicht nach auf Sportwetten aus seien. „Die gehören nicht auf eine Tennisanlage. Es sind richtig coole Fans und viele Kids da und Leute, die wirklich die Spieler unterstützen. Und dann sind diese Idioten da, die wetten“, sagte Siegemund. Im Einzel war die Deutsche zuvor in der dritten Runde ausgeschieden. Dort verlor sie gegen die Tschechin Karolina Pliskova. Die Zwischenrufe hätten für sie eine Grenze überschritten. „Das geht über alle Grenzen hinweg. Die reden Sachen rein, das hat nichts mehr mit Respekt zu tun und es macht echt alles kaputt. Also ich finde sowas echt beängstigend.“ dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |