Wirtz-Gala in Stuttgart: DFB hofft auf „Wusiala“ zur WM
- Das «Zauberfüßchen»: Florian Wirtz am Ball.
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Stuttgart. Nach der Gala von Florian Wirtz wächst im Umfeld der deutschen Fußball Nationalmannschaft die Hoffnung auf ein Offensivduo mit Jamal Musiala bei der Weltmeisterschaft im Sommer. Beim zweiten WM-Test gegen Ghana am Montag, 30. März in Stuttgart muss der Spielmacher jedoch erneut ohne seinen verletzten Teamkollegen auskommen.
Bei der Ankunft am Teamhotel in Stuttgart war Wirtz der gefragteste Spieler. Nach dem spektakulären 4:3 gegen die Schweiz wollten viele Fans ein Selfie mit dem 22-Jährigen. Vier direkte Torbeteiligungen hatten den Offensivspieler zum Mann des Abends gemacht. Im Umfeld der Nationalmannschaft wächst deshalb die Sehnsucht nach einer Neuauflage des Offensivduos „Wusiala“. Die Kombination aus Florian Wirtz und Jamal Musiala hatte bereits bei der Heim EM 2024 für kreative Momente gesorgt. Wirtz selbst hofft ebenfalls auf eine baldige Rückkehr seines Mitspielers. „Natürlich hoffe auch ich, dass Jamal bald wieder hundertprozentig fit ist. Auch für ihn selbst“, sagte der Offensivspieler.
Musiala kämpft weiter mit Folgen der Verletzung
Der 23 Jahre alte Bayern-Profi fehlt der Nationalmannschaft seit rund einem Jahr. Neun Monate nach seiner schweren Verletzung bei der Club-WM in den USA kämpft Musiala weiterhin mit Schmerzreaktionen im operierten linken Fuß. Damit wird die Zeit bis zur Weltmeisterschaft immer knapper. Wirtz kann die Situation gut nachvollziehen. Der Offensivspieler hatte selbst die WM 2022 in Katar verpasst, weil er nach einem Kreuzbandriss nicht rechtzeitig auf Topniveau zurückkehrte. „Wenn man lange verletzt ist, ist das nicht schön. Man will einfach wieder auf den Platz und ohne Probleme spielen“, sagte er.
Wirtz glänzt mit Toren und Vorlagen
Beim Spiel gegen die Schweiz lieferte Wirtz eine seiner stärksten Vorstellungen im Nationaltrikot. Er bereitete die Treffer von Jonathan Tah und Serge Gnabry vor und erzielte selbst zwei Tore. Besonders sein Schuss aus spitzem Winkel zum 3:2 sorgte für Begeisterung. Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach von einem Treffer „zum Zungeschnalzen“. Wirtz selbst blieb bescheiden. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich wollte den genauso reinmachen“, sagte er. Es waren seine Länderspieltore neun und zehn. Für den Offensivspieler war es zudem der zweite Doppelpack im DFB-Trikot.
Lob von Teamkollegen und Gegnern
Sportdirektor Rudi Völler bezeichnete Wirtz nach dem Spiel als „unser Zauberfüßchen“. Auch Teamkollegen zeigten sich beeindruckt. Pascal Groß sagte über den Offensivspieler: „Er küsst den Ball.“ Sogar der Gegner verneigte sich. Der Schweizer Kapitän Granit Xhaka, früherer Teamkollege von Wirtz in Leverkusen, sprach von einem „Genuss für jeden Fußballer“. Auch Bundestrainer Nagelsmann sieht den 22-Jährigen bereits auf höchstem Niveau im Weltfußball. Die schwierige Anfangszeit beim FC Liverpool habe dem Offensivspieler sogar geholfen, sagte der Trainer. Sie habe ihn auch persönlich weitergebracht. Bis zu einer möglichen Rückkehr von Musiala bleibt Wirtz jedoch der wichtigste Kreativspieler im deutschen Offensivspiel. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |