SV Darmstadt 98 prüft weiteren Umbau am Böllenfalltor
- Der SV Darmstadt 98 prüft einen weiteren Umbau des Merck-Stadions am Böllenfalltor.
- Foto: Anouar Touir
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Darmstadt. Der SV Darmstadt 98 hat bei seiner Mitgliederversammlung am 20. Oktober über mögliche nächste Schritte beim Merck-Stadion am Böllenfalltor informiert. Demnach werden ein Umbau der Südtribüne und möglicherweise auch der Nordtribüne geprüft. Rund 396 Mitglieder nahmen an der Versammlung in der Sporthalle am Böllenfalltor teil.
Für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026 meldete der Verein einen Umsatz von 48,08 Millionen Euro und einen Gewinn nach Steuern von 0,05 Millionen Euro. Das Eigenkapital lag zum Ende des Berichtszeitraums bei 26,16 Millionen Euro.
Kapazität von rund 20.000 Zuschauern im Gespräch
Nach ersten Gesprächen mit Behörden hält der Verein einen Umbau der beiden Kopftribünen grundsätzlich für möglich. Damit könnte die Stadionkapazität moderat auf etwa 20.000 Zuschauer steigen. Endgültige Entscheidungen zur Machbarkeit, konkreten Ausgestaltung, Finanzierung, Kostenhöhe und möglichen Bauzeiten stehen jedoch noch aus.
Für die Südtribüne soll ein Neubau in Betonbauweise mit mehr als 5.000 Steh- und Sitzplätzen weiter untersucht werden. Zudem wird ein zusätzlicher Business-Bereich geprüft, wobei laut Verein Belange der Fans berücksichtigt werden sollen. Eine neue Nordtribüne könnte rund 3.500 Plätze für Heim- und Gästefans bieten. Sollte der Gästebereich dorthin verlegt werden, könnte die Gegengerade vollständig als Heimtribüne genutzt werden.
Zuschüsse und Genossenschaftsmodell werden geprüft
Finanziert werden könnte ein möglicher Umbau unter anderem durch Zuschüsse von Stadt und Land. Dazu habe es bereits erste Sondierungsgespräche gegeben. Zusätzlich prüft der SV Darmstadt 98 ein Genossenschaftsmodell, über das sich Fans, Mitglieder und Sponsoren mit Anteilen beteiligen könnten. Auf diese Weise soll der Anteil einer Fremdkapitalfinanzierung möglichst gering bleiben.
Verwaltungsrat bestätigt und Ältestenrat erweitert
Die Mitglieder bestätigten Frank Friedrich Grossmann, Felix Hotz, Andrea Petkovic, Markus Rusam, Mitsch Schulz und Frank Wahl für den Verwaltungsrat. Martin Güldenberg und Thomas Schmidt schieden auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus.
Der Ältestenrat kann künftig aus bis zu vier Mitgliedern bestehen. Für den ausscheidenden Peter Schmidt sowie einen zusätzlichen Sitz wählten die Mitglieder Wolfgang Arnold und Prof. Dr. Thomas Spengler bis zur Neuwahl 2027. Dem Gremium gehören außerdem Gerda Krüger und Jürgen Pforr an. Die Satzung wurde zudem bei den Unvereinbarkeitsregelungen für Vereinsämter an veränderte Anforderungen im Lizenzierungsverfahren der Bundesliga-Gruppe GmbH angepasst.
Fabian Holland zum Ehrenspielführer ernannt
Präsident Markus Pfitzner verwies auf die aus Vereinssicht unzufriedenstellende sportliche Entwicklung und nannte eine Stabilisierung der Leistungen als vorrangige Aufgabe. Zugleich wolle der Verein langfristige Projekte weiterverfolgen.
Fabian Holland wurde auf Antrag des Präsidiums zum Ehrenspielführer des SV Darmstadt 98 ernannt. Peter Schmidt und Ernst Hinkel, langjähriger Leiter der Tischtennisabteilung, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. [red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen |