SV Darmstadt 98: Gegnercheck zum VfL Wolfsburg
- Der SV Darmstadt hat den VfL Wolfsburg im Gegnercheck vorgestellt.
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Darmstadt. Der SV Darmstadt hat in seinem Gegnercheck den VfL Wolfsburg vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei ein Blick zurück auf eine besondere Europapokalphase des VfL, aktuelle Zahlen aus der Offensive sowie ein Porträt von Mittelfeldspieler Vinicius Souza.
Wolfsburgs Europapokal-Abend gegen Real Madrid
Nach dem ersten DFB-Pokalsieg, dem anschließenden Supercup-Erfolg und der erneuten Qualifikation für die Champions League erreichte der VfL Wolfsburg erstmals das Viertelfinale der Königsklasse. In der Gruppenphase setzte sich Wolfsburg vor PSV Eindhoven, Manchester United und ZSKA Moskau durch, im Achtelfinale folgte das Weiterkommen gegen KAA Gent.
Im Viertelfinal-Hinspiel empfing der VfL am 6. April Real Madrid und gewann mit 2:0. Ricardo Rodríguez und Maximilian Arnold trafen bereits in der ersten Halbzeit. Im Rückspiel im Estadio Santiago Bernabéu drehte Real Madrid das Duell mit einem 3:0, alle drei Tore erzielte Cristiano Ronaldo. Wolfsburg schied nach Hin- und Rückspiel mit 2:3 aus.
Viele Abschlüsse, schwankende Ausbeute
Aktuell steht der VfL Wolfsburg laut Vereinsangaben nach fünf Saisonspielen bei acht Punkten und Tabellenplatz fünf. Die späte Niederlage bei St. Pauli war demnach die erste Partie, aus der Wolfsburg ohne Punkte abreiste.
Auffällig ist die hohe Zahl an Abschlüssen: 91 Torschüsse gab die Offensive in den ersten fünf Saisonspielen ab, laut Gegnercheck so viele wie kein anderer Zweitligist. In zwei der fünf Spiele blieb Wolfsburg ohne eigenen Treffer. Insgesamt stehen zehn Saisontore zu Buche, neun davon fielen beim 5:2 in Karlsruhe und beim 4:4 gegen Cottbus.
Vinicius Souza im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt des Gegnerchecks ist Vinicius Souza. Der Mittelfeldspieler wuchs in Padre Miguel im Westen von Rio de Janeiro auf und verließ seine Heimat mit 17 Jahren, um seinen Weg im Profifußball fortzusetzen. Über Flamengo führte sein Weg später nach Europa.
Im Nachwuchs von Flamengo spielte Souza fast sechs Jahre gemeinsam mit Vinicius Junior. Wegen der Namensgleichheit erhielt er den Spitznamen „Vinicão“, der große Vini. Bei den Profis von Flamengo gehörte Souza in seiner ersten Saison zur Mannschaft, die die Copa Libertadores gewann. Sein Debüt im Maracanã gab er in einem Derby gegen Vasco da Gama im Finale der Staatsmeisterschaft vor knapp 80.000 Zuschauern.
In England nannten ihn Fans von Sheffield United wegen seiner Verlässlichkeit „Mister Consistency“. In seiner letzten Saison dort gewann der defensive Mittelfeldspieler 60 Prozent seiner Zweikämpfe, kam auf 3,16 Tacklings pro Partie und führte die „Blades“ zeitweise als Kapitän aufs Feld. Geblieben ist der körperlich robuste, zweikampfstarke Fußball, der ihm einst den Spitznamen „Vinicão“ einbrachte.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |