SV Darmstadt 98 blickt auf Sirigus Derby-Tor zurück
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Darmstadt. Der SV Darmstadt 98 hat zum zehnten Jahrestag eines besonderen Moments in der jüngeren Vereinsgeschichte ein Gespräch mit dem früheren Spieler Sandro Sirigu veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht sein Treffer im Hessenderby gegen Eintracht Frankfurt, der bis heute vielen Anhängern der Lilien in Erinnerung geblieben ist.
Treffer kurz vor Schluss
Am 10. September jährt sich die Szene zum zehnten Mal: Sirigu erzielte damals im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer zum 1:0. Nach Darstellung des früheren Darmstädter Spielers war die Hereingabe ursprünglich nicht als Torschuss geplant. Er habe den Ball eigentlich auf den zweiten Pfosten bringen wollen, erklärte Sirigu im Vereinsgespräch.
Für Sirigu war der Moment auch sportlich besonders. Es war nach seinen Angaben sein erstes Bundesliga-Tor, zudem in einem Heimspiel und in einem Derby. Die Bedeutung des Treffers sei ihm nicht sofort vollständig bewusst gewesen. Erst nach dem Spiel, als in der Kabine die ersten Nachrichten eingingen, habe er realisiert, welche Rolle das Tor für Fans und Stadt spielte.
135 Pflichtspiele für die Lilien
Sirigu kam laut Vereinsangaben auf 135 Pflichtspiele für den SV Darmstadt 98. Auch nach seiner aktiven Zeit bei den Lilien beschreibt er seine Verbindung zum Verein als eng. Darmstadt habe sein Leben sportlich und privat geprägt, sagte Sirigu. Er habe dort seine Frau kennengelernt, viele Freundschaften geschlossen und seinen Lebensmittelpunkt in die Region verlegt.
Heute lebt Sirigu mit seiner Familie in Fürth im Odenwald. Bis zum Stadion am Böllenfalltor seien es nach seinen Angaben rund 40 bis 45 Minuten. Neben seiner beruflichen Tätigkeit spielt Fußball weiterhin eine Rolle in seinem Alltag: Sirigu trainiert zweimal pro Woche bei seinem Heimatverein in Fürth und steht auch am Wochenende noch auf dem Platz.
Blick in den Odenwald
Auch die Odenwald-Aktivitäten des SV Darmstadt 98 nimmt Sirigu nach eigenen Angaben wahr. Er verfolge den Verein über Social Media und werde wegen seiner Vergangenheit bei den Lilien regelmäßig darauf angesprochen. Sirigu sagte, er sehe in der Region Potenzial, besonders bei jüngeren Menschen, und nehme Plakate der Lilien sowie Menschen im neuen Trikot im Odenwald wahr.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |