Stuttgarter Kickers arbeiten Vorfälle beim Pokalfinale auf

Die Stuttgarter Kickers haben die Vorfälle rund um das wfv-Pokalendspiel im GAZi-Stadion auf der Waldau gemeinsam mit mehreren Stellen aufgearbeitet. | Foto: Anouar Touir
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Fußball. Die Stuttgarter Kickers haben gemeinsam mit Behörden, Polizei, Ordnungsdienst, Fanprojekt und dem Württembergischen Fußballverband die Vorfälle rund um das wfv-Pokalendspiel im GAZi-Stadion auf der Waldau aufgearbeitet. Nach Angaben des Vereins wurden dabei Konsequenzen für die kommende Saison und mögliche Strafen thematisiert.

Bei dem Treffen zu Wochenbeginn nahmen Vertreter des wfv, des Amts für öffentliche Ordnung, des Amts für Sport und Bewegung, des Ordnungsdienstes SDS, der Polizei, des Kickers-Fanprojekts sowie der Stuttgarter Kickers teil. In der rund zweieinhalbstündigen Sitzung seien die Geschehnisse am 23. Mai im und vor dem Stadion analysiert worden.

Pyrotechnik und Spielunterbrechung im Fokus

Im Mittelpunkt stand unter anderem das Zünden von Rauchpulver und Pyrotechnik in der zweiten Halbzeit. Laut Vereinsmitteilung sollen daraus zur neuen Saison weitere Sicherheitsmaßnahmen folgen. Betroffen gewesen seien insbesondere junge und ältere Zuschauer in den angrenzenden Blöcken. Nach den Regularien des Verbands tragen die Stuttgarter Kickers eine Mitverantwortung für das Verhalten ihrer Anhänger und müssen deshalb mit einer Strafe durch das wfv-Sportgericht rechnen. Eine Stellungnahme sei bereits eingereicht worden.

Aufgearbeitet wurde auch das unerlaubte Betreten des Innenraums, das zu einer Spielunterbrechung führte. Nach Vereinsangaben wurden dabei auch Provokationen eines Spielers der SG Sonnenhof Großaspach sowie umstrittene Schiedsrichterentscheidungen angesprochen. Unabhängig davon sei Einigkeit darüber erzielt worden, dass das Übersteigen der Zäune und das Betreten des Innenraums nicht zu rechtfertigen seien. Beteiligte Personen sollen sanktioniert werden. Ein Teil habe sich demnach bereits beim Verein gemeldet oder sei identifiziert worden, weitere Personen würden anhand von Bild- und Videoaufnahmen ermittelt.

Weitere Vorfälle nach Spielende

Trotz der Unterbrechung sei die Partie nach Angaben der Beteiligten geordnet und ohne weitere Zwischenfälle zu Ende gebracht worden. Auch dafür könne das wfv-Sportgericht ein Strafmaß verhängen.

Nach Spielende kam es laut Verein außerdem zu einem Böllerwurf auf ein Fahrzeug von Kickers-Anhängern. Dabei entstand erheblicher Sachschaden, die Insassen erlitten gesundheitliche Beeinträchtigungen. Die Kosten für den Schaden sollen übernommen werden. Vereinsvertreter stünden weiterhin mit den Betroffenen in Kontakt.

Besprochen wurde zudem ein Raubüberfall sowie eine Gewalttat gegen einen Spieler der SG Sonnenhof Großaspach rund zwei Stunden nach Spielende. Für künftige Partien wurden nach Vereinsangaben zusätzliche Maßnahmen vereinbart, um erkennbare Spieler, Offizielle und Fans des Gastvereins nach Abpfiff konsequenter und länger von Heimfans zu trennen.

Weitere Maßnahmen zur neuen Saison

Nach Darstellung der Stuttgarter Kickers sollen zur neuen Saison neben verstärkten Zugangskontrollen weitere Schritte folgen. Genannt werden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sowie eine intensivere Präventionsarbeit gemeinsam mit der Fanabteilung FAdSKi und dem Kickers-Fanprojekt.

Das wfv-Pokalendspiel hatte damit nicht nur sportlich, sondern vor allem wegen mehrerer Zwischenfälle Folgen. Die endgültige Bewertung durch das Sportgericht des Verbands steht noch aus.

Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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