SC Freiburg erweitert Schutzkonzept Fuchsbau
- Der SC Freiburg erweitert sein Schutzkonzept „Fuchsbau“ zur neuen Saison um eine weitere Kooperationsstelle.
- Foto: Anouar Touir
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Freiburg. Der SC Freiburg baut sein Schutzkonzept „Fuchsbau“ zur neuen Saison aus. Nach Angaben des Vereins soll das Angebot im Stadion künftig Betroffene weiterer Formen von Diskriminierung unterstützen.
Bislang arbeitete der SC Freiburg dabei mit der Fachberatungsstelle Frauenhorizonte Freiburg zusammen. Neu hinzu kommt nun das Antidiskriminierungsbüro Freiburg. Der Verein spricht von einer zweiten Pilotphase des Konzepts.
Zusätzliche Anlaufstelle bei Diskriminierung
Ziel des Schutzkonzepts ist es laut Verein, Betroffenen von sexualisierter Gewalt und Diskriminierung im Stadion schnell und niedrigschwellig Unterstützung anzubieten. Durch die erweiterte Zusammenarbeit sollen künftig unter anderem auch Fälle von Rassismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus, Antisemitismus und Sexismus besser begleitet werden.
Am Spieltag nimmt das Team Fuchsbau nach Vereinsangaben Meldungen auf, klärt den Unterstützungsbedarf und bespricht mit den Betroffenen mögliche weitere Schritte. Auf Wunsch kann auch der Kontakt zu Fachstellen hergestellt werden.
Unterschiedliche Wege der Hilfe
Frauenhorizonte Freiburg ist über eine 24-Stunden-Rufbereitschaft erreichbar. Das Antidiskriminierungsbüro Freiburg unterstützt Betroffene nach Eingang einer Meldung über ein digitales Meldeformular und nimmt laut SC Freiburg am folgenden Werktag Kontakt auf.
Der Verein bezeichnet die Weiterentwicklung des Schutzkonzepts als fortlaufenden Prozess. Das Angebot werde regelmäßig überprüft und an neue Anforderungen angepasst. Wer selbst betroffen ist oder Vorfälle beobachtet, kann sich an das Team Fuchsbau oder die Kooperationspartner wenden. Jede Meldung hilft dabei, Betroffene zu unterstützen, Strukturen auszubauen und das Stadion zu einem sicheren und respektvollen Ort für alle zu machen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |