SC Freiburg blickt auf seine Fußballschule zurück
- Der SC Freiburg blickt auf 25 Jahre Freiburger Fußballschule zurück.
- Foto: Anouar Touir
- hochgeladen von Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse
Freiburg. Der SC Freiburg stellt zum 25-jährigen Bestehen der Freiburger Fußballschule die Entstehung des Projekts in den Mittelpunkt. In einer Jubiläumsbroschüre schildert der frühere Schatzmeister Dr. Heinrich Breit, wie der Verein Ende der 90er Jahre den Umbau des Möslestadions zu einer Ausbildungsstätte vorbereitete und finanzierte.
Strategische Entscheidung für die Ausbildung
Ausgangspunkt war nach Darstellung des Vereins die Frage, wie sich der Sport-Club dauerhaft unter den besten 20 Clubs des deutschen Fußballs etablieren könne. Der Verein wollte nach den sportlich wechselhaften Jahren der 90er Jahre verstärkt auf die Ausbildung eigener Nachwuchsspieler setzen. Die Idee wurde laut Breit vom damaligen Cheftrainer Volker Finke als Teil eines strategischen Plans entwickelt; der damalige Manager Andreas Rettig prägte dafür den Ansatz „Make it or buy it“.
Für die Umsetzung brauchte der SC Freiburg ein geeignetes Gelände. Das Möslestadion im Osten Freiburgs galt als zentrale Option, war in der öffentlichen Wahrnehmung aber eng mit dem Freiburger FC verbunden. Das Stadion gehörte der Stadt, der FFC konnte nach Breits Darstellung über längere Zeit Pacht und weitere Verpflichtungen nicht erfüllen.
Verhandlungen mit Stadt und Freiburger FC
Nach Angaben Breits machte der damalige Freiburger Oberbürgermeister Rolf Böhme Gespräche über neue Verträge davon abhängig, dass sich der SC Freiburg mit dem Freiburger FC verständigt. Die entscheidenden Verhandlungen mit dem FFC führte laut Breit Andreas Rettig. Am Ende kam es zu einer Vereinbarung, der Stadt und Gemeinderat zustimmten.
Der Freiburger FC überließ das Möslestadion dem SC Freiburg. Im Gegenzug übernahm der Sport-Club finanzielle Altlasten des FFC, sanierte das stark sanierungsbedürftige Gelände und baute es zur Freiburger Fußballschule um. Die Eröffnung im September fand nach Vereinsangaben bundesweit Beachtung.
Finanzierung ohne Kredite
Für Um- und Ausbau des Möslestadions nennt die Vereinsveröffentlichung eine Summe zwischen 15 und 20 Millionen D-Mark. Laut Breit wurde das Projekt aus laufenden Etats und erwirtschafteten Überschüssen finanziert. Hinzu kam ein städtischer Zuschuss von fünf Millionen D-Mark. Nach seiner Darstellung kam der SC Freiburg ohne Kredite und ohne neue Schulden aus.
Zum Jubiläum veranstaltet der SC Freiburg am 26. und 27. September ein Jubiläumswochenende. Beim Tag der offenen Tür im Möslestadion können Besuchende am 26. September teilnehmen. Die Entstehungsgeschichte und Entwicklung der Fußballschule sind außerdem in der offiziellen Jubiläumsbroschüre des Vereins nachzulesen, aus der auch der veröffentlichte Gesprächsauszug stammt. [red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen |