Registrierungsaktion bei Heidenheim: 455 neue Stammzellspender
- Heidenheims Eren Dinkçi reagierte nach dem Spiel gegen den FC St. Pauli emotional.
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Heidenheim. Eine Registrierungsaktion für Stammzellspenden rund um ein Bundesligaspiel hat in Heidenheim 455 neue potenzielle Spender gebracht. Der 1. FC Heidenheim hatte Fans und Besucher vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Samstag, 25. April, zur Anmeldung bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS aufgerufen.
Nach Angaben des Vereins folgten 455 Menschen dem Aufruf. „455 neue Registrierungen bedeuten 455 neue Chancen auf Leben“, teilte der Club mit.
Auslöser der Aktion war die Erkrankung der Freundin von Heidenheim-Profi Eren Dinkçi. Bei Cinja wurde Ende Januar Blutkrebs festgestellt. Leukämie ist die häufigste Form dieser Krankheit. In Deutschland erhält etwa alle zwölf Minuten ein Mensch diese Diagnose. Für viele Betroffene ist eine Stammzellspende die einzige Chance auf Heilung.
Große Unterstützung rund um das Stadion
Der Verein sprach von einer sehr emotionalen Atmosphäre und großer Hilfsbereitschaft. Viele Fans des FCH sowie Anhänger des FC St. Pauli nutzten die Möglichkeit zur Registrierung. Auch Besucher ohne Ticket kamen gezielt zu den Stationen am Stadion, um sich als Spender aufnehmen zu lassen oder Geld an die DKMS zu spenden.
Im Spiel selbst setzte Dinkçi ebenfalls ein Zeichen. Beim 2:0-Erfolg gegen den Abstiegskonkurrenten aus Hamburg erzielte der 24-Jährige den zweiten Treffer.
„So ein Tor gibt natürlich auch Kraft“, sagte der Offensivspieler nach der Partie. „Das Tor ist ihr gewidmet, ganz klar. Und ich hoffe, dass sie sich gefreut hat und ihr das Tor auch ein bisschen Kraft schenkt.“
Bereits zuvor hatte es vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg am Samstag, 19. April, eine weitere Registrierungsaktion gegeben. Dinkçi steht noch bis zum Saisonende als Leihspieler des SC Freiburg beim 1. FC Heidenheim unter Vertrag. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |