Personalwechsel beim Deutschen Alpenverein: Knirsch wird Sportchef

War in führenden Positionen bei den deutschen Snowboardern und - so wie hier 2018 - bei mehreren Olympischen Winterspielen dabei: Stefan Knirsch. (Archivbild) | Foto: dpa
  • War in führenden Positionen bei den deutschen Snowboardern und - so wie hier 2018 - bei mehreren Olympischen Winterspielen dabei: Stefan Knirsch. (Archivbild)
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München. Beim Deutschen Alpenverein steht im Leistungssport ein Führungswechsel an. Stefan Knirsch übernimmt zum 1. April die Position des sportlichen und strategischen Geschäftsführers der DAV Leistungssport gGmbH.

Die Gesellschaft organisiert unter anderem die Olympia Teams im Sommer und Winter sowie die Weltcup Mannschaften des Verbands. Dazu gehören Disziplinen wie Sportklettern und Skibergsteigen. Knirsch bringt langjährige Erfahrung aus dem Wintersport mit. Mehr als eineinhalb Jahrzehnte arbeitete er in führenden Positionen beim Verband Snowboard Germany. Zuletzt war er dort Direktor für Finanzen, Marketing und Verbandsmanagement.

Der Deutsche Alpenverein hatte im Jahr 2025 entschieden, für den Bereich Leistungssport erstmals eine hauptamtliche Geschäftsführung einzurichten. Der Verband ist der einzige deutsche Sportverband mit einer olympischen Sommer und Wintersportart sowie einer paralympischen Disziplin im Programm. Dazu zählt auch das Paraclimbing. Neben Knirsch gehört Florian Heumann zur Geschäftsführung. Er verantwortet die Finanzen und hatte den sportlichen Bereich zuletzt übergangsweise geleitet.

Alpenverein nach Vorwürfen im Skibergsteigen unter Druck

Zuletzt geriet der Verband wegen heftiger Anschuldigungen aus dem Team der Skibergsteiger in die Schlagzeilen. Drei Athleten erhoben Vorwürfe zu medizinischen Vorgängen bei Leistungstests und kritisierten ihre anschließende Streichung aus dem Topkader.

Der Alpenverein weist zurück, dass die Sportler wegen ihrer Kritik sanktioniert worden seien. Nach Interviews der Athleten und einer laut Verband stark angespannten Stimmung im Team wurden sie später dennoch von Trainings und Wettkämpfen ausgeschlossen. Wegen der Vorgänge bei Leistungstests aus dem Jahr 2024 ermittelt die Staatsanwaltschaft Traunstein. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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