Niederlage für Hoffenheim: Baumann warnt vor Gladbach-Spiel
- Hoffenheim um Abwehrspieler Bernardo (l) steckt in der Krise.
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TSG Hoffenheim. Für die TSG wird das Bundesliga-Spiel bei Borussia Mönchengladbach am Sonntag, 18. Oktober, zum frühen Krisentest. Nach dem 2:3 gegen Besiktas Istanbul in der Europa League warnte Kapitän Oliver Baumann vor der gefährlichen Lage und forderte eine schnelle Reaktion.
„Die Situation ist natürlich gefährlich“, sagte der 36-Jährige mit Blick auf das Duell beim Bundesliga-Schlusslicht, das um 17.30 Uhr bei DAZN beginnt. Nach fünf Ligaspielen sei die Saison zwar noch jung. „Und irgendwann bist du in der Mitte und irgendwann bist du im Winter“, sagte Baumann. Die Mannschaft kassiere derzeit zu viele Gegentore. „Und das kotzt natürlich an, gerade mich.“
Vier 2:3-Niederlagen und nur zwei Pflichtspielsiege
Das 2:3 gegen Besiktas war für die Hoffenheimer bereits die zweite Niederlage in der Europa League. Zum Auftakt hatte die TSG bei OFI Kreta mit 0:2 verloren und steht international noch ohne Punkt da. Trainer Christian Ilzer verwies auf ein wiederkehrendes Muster: „Die 2:3-Niederlagen, das ist kein Zufall, wenn es in dieser Häufigkeit passiert.“
Von sieben Pflichtspielen gewann Hoffenheim bislang nur das Bundesliga-Duell mit dem VfB Stuttgart und die DFB-Pokalpartie bei Erzgebirge Aue. Bereits am vergangenen Wochenende hatte das Team zu Hause mit 2:3 gegen den Hamburger SV verloren.
Leistungsträger noch nicht in Bestform
Im Vergleich zur erfolgreichen Vorsaison fehlt der TSG derzeit die Stabilität. Zwar verließen mit Bazoumana Touré und Grischa Prömel zwei Stammspieler den Club. Touré wechselte für 50 Millionen Euro zu Newcastle United, Prömel zum VfB Stuttgart. Zugleich verstärkten sich die Hoffenheimer unter anderem mit dem belgischen Talent Nathan De Cat.
Mehrere frühere Leistungsträger erreichen aber noch nicht ihre Bestform oder kämpfen mit den Folgen von Verletzungen. Das betrifft unter anderem Leon Avdullahu, Wouter Burger, Vladimir Coufal, Ozan Kabak, Fisnik Asllani und Andrej Kramaric. Kramaric stand nach seiner Leistenoperation im Anschluss an die WM erstmals wieder in der Startelf, setzte jedoch kaum Akzente. Zudem fehlen die Innenverteidiger Albian Hajdari und Patrick Wimmer.
Ilzer fordert Stabilität und Kopfarbeit
„Es sind nicht alle auf dem gleichen körperlichen Level“, sagte Ilzer. Neben der körperlichen Verfassung müsse die Mannschaft auch taktisch stabiler werden. Baumann mahnte eine sachliche Analyse an. „Wir haben zu wenig Punkte, in beiden Wettbewerben.“ Es helfe nicht, nun öffentlich oder intern auf die Mannschaft einzuschlagen.
Gegen Besiktas trafen Fisnik Asllani und Koki Machida für Hoffenheim. Die Gäste aus Istanbul nutzten ihre Konter, Hyeongyu Oh erzielte zwei Tore. Am Donnerstag, 22. Oktober, empfängt die TSG in der Europa League Olympique Lyon. Zuvor soll in Mönchengladbach der Negativlauf gestoppt werden. „Die Mannschaft aus der Talsohle zu führen, das ist jetzt mein Job“, sagte Ilzer. „Die Last der Niederlagen müssen wir so schnell wie möglich ablegen.“ [dpa/red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen |