Inside Fußball: Wie Investoren die Bundesliga unter Druck setzen

Inside Fußball – Wer kauft das Spiel? | Foto: WDR Westdeutscher Rundfunk
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Inside Fußball. Im europäischen Klubfußball zählt längst nicht mehr nur, was auf dem Platz passiert, sondern auch, wer im Hintergrund bezahlt. Die ARD-Doku-Reihe „Inside Fußball – Wer kauft das Spiel?“ schaut auf globale Investoren, riesige TV-Gelder und die Frage, ob die Bundesliga da noch mithalten kann.

Ab am 18. April startet die Reihe in der ARD Mediathek, am 24. April läuft die erste Folge um 23.45 Uhr im Ersten. Vorab zeigt eine Kinopreview am 16. April in Frankfurt die ersten beiden Folgen.

Ein aktuelles Beispiel liefert die Saison gleich mit: Florian Wirtz wechselt zum FC Liverpool, Nick Woltemade zu Newcastle United, und nicht etwa zum FC Bayern München. „The winner takes it all. Die Schere geht weiter auseinander“, sagt Axel Hellmann, Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt und Mitglied im Präsidium der DFL.

Inside Fußball: Was 50+1 jetzt noch schützt und was wackelt

Die Doku greift auch die 50+1-Regel auf, die in Deutschland als Alleinstellungsmerkmal gilt und den Einfluss von Investoren begrenzen soll. Gleichzeitig steht das Modell unter Druck, Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß und der aktuelle Vereinspräsident Herbert Hainer sprechen sich für ein Ende von 50+1 aus.

Im Kern geht es um Fragen, die Fans seit Jahren umtreiben: Kann der deutsche Fußball seine Identität bewahren, oder kostet der Anschluss an die Spitze zu viel? Und wie viel Kapital braucht sportlicher Erfolg, und zu welchem Preis.

Ein zentraler Protagonist ist Eintracht Frankfurt, das Team begleitet den Klub unter anderem auf einer Reise nach Philadelphia. Sportvorstand Markus Krösche gibt Einblicke in Transferstrategien und KI-gestütztes Scouting als Versuch, finanzielle Nachteile auszugleichen. „Datentechnisch können wir die ganze Welt abdecken, ohne dass irgendjemand ins Auto oder ins Flugzeug steigen muss“, sagt Krösche.

Die internationale Geldmacht zeigt die Reihe auch am Beispiel von US-Investor John Textor und seinem Multi-Club-Netzwerk Eagle Football, zu dem mehrere Klubs weltweit gehören. Das Filmteam begleitet ihn unter anderem bei Botafogo FR in Brasilien, während es um Spielerentwicklung, Verschiebungen im Netzwerk und Transfers als Geschäft geht.

„Inside Fußball – Wer kauft das Spiel?“ erzählt diese Verschiebungen in drei Folgen mit den Titeln „Der Abstand“, „Das Kapital“ und „Die Zukunft“. Die ersten beiden Folgen stehen ab am 18. April in der ARD Mediathek, Folge 3 erscheint am 24. April 2026. [red]

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern

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