Inside Fußball: DFL-Chef spricht von 15 Milliarden Minus

Inside Fußball, Wer kauft das Spiel? | Foto: ARD/WDR Westdeutscher Rundfunk
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Inside Fußball. 15 Milliarden Euro, die der Bundesliga im Vergleich zu Europas Top-Ligen fehlen sollen, sind eine Zahl, die sitzen bleibt. In der ARD-Doku-Reihe „Inside Fußball, Wer kauft das Spiel?“ nennt DFL-Geschäftsführer Dr. Marc Lenz genau diese Lücke für die vergangenen zehn Jahre.

Lenz ordnet den Befund als Gegensatz ein: „Umsatzseitig sind wir sehr wettbewerbsfähig. Kapitalseitig, auch aufgrund von 50+1, das muss man aussprechen, sind es in den letzten zehn Jahren 15 Milliarden an Minderinvestments gewesen“, sagt Dr. Marc Lenz.

Warum die Milliardenlücke plötzlich so greifbar wirkt

Das Kapital, das nicht in die Bundesliga geflossen ist, landet laut Doku vor allem in finanzstärkeren Ligen wie der englischen Premier League. Dort entstehen mit dem zusätzlichen Geld Kader, die im Wettbewerb um die stärksten Spieler den Ton angeben.

Die Folge zeigt die Doku an prominenten Beispielen: Erling Haaland und Kai Havertz verließen die Bundesliga Richtung England, zuletzt auch die Nationalspieler Florian Wirtz und Nick Woltemade. Sie stehen in der Erzählung dafür, dass Deutschland für viele zur Ausbildungsstation wird.

50+1 im Mittelpunkt: Schutz oder Bremsklotz?

Damit bekommt die 50+1-Regel neue Brisanz, weil sie den Investoreneinfluss begrenzt und zugleich als Grundprinzip der Liga gilt. Lenz hält das im selben Atemzug fest, wenn er die Kapitalfrage anspricht und gleichzeitig klarzieht, dass 50+1 zur Bundesliga dazugehört.

Auch im deutschen Fußball ist das Thema längst auf der großen Bühne: Führende Vertreter des FC Bayern München, darunter Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Präsident Herbert Hainer, brachten eine Abschaffung der Regel ins Spiel.

Inside Fußball: Wer in der Doku noch zu Wort kommt

Neben Lenz setzt die dreiteilige Reihe auf weitere Stimmen aus der Führungsebene: Axel Hellmann, Vorstandssprecher Eintracht Frankfurt Fußball AG, Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender der VfB Stuttgart AG, und Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball 1. FC Union Berlin. Inhaltlich geht es um Machtverschiebungen, Investoreninteresse und die strategische Zukunft des Fußballs.

Die Doku läuft ab dem 18. April in der ARD Mediathek, die erste Folge zeigt Das Erste am 24. April um 23.45 Uhr. [red]

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern

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