Hertha BSC erzählt Fan-Geschichte aus China
- Hertha BSC hat die Geschichte eines Fans aus China veröffentlicht, der die Berliner aus großer Entfernung verfolgt.
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Fanporträt. Hertha BSC hat eine Vereinsgeschichte über einen Anhänger aus China veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht der Student Niyi Huang, der nach Angaben des Berliner Fußball-Zweitligisten seit Februar Fan des Clubs ist und die Spiele aus mehreren tausend Kilometern Entfernung verfolgt.
Ausgangspunkt war laut Hertha das Auswärtsspiel in Regensburg am 1. Februar, das die Berliner mit 0:2 verloren. Für Huang, der in Fuzhou im Süden Chinas lebt und aus Wenzhou stammt, war es dennoch das erste Spiel, das ihn dauerhaft an den Verein band.
Interesse an deutscher Fußballkultur
Wie der Club berichtet, sei Huang über ein Video zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga auf Hertha aufmerksam geworden. Danach habe er sich intensiver mit der Vereinsgeschichte beschäftigt. Auf sein erstes Spiel folgten zunächst weitere sieglose Partien. Den ersten Sieg als Hertha-Fan erlebte er demnach erst beim 5:1 in Braunschweig am 26. Spieltag.
Hertha spielt im Profifußball und ist im deutschen Fußball eine feste Größe, auch wenn der Verein sportlich zuletzt wechselhafte Jahre erlebt hat. Die nun veröffentlichte Geschichte stellt weniger das Sportliche als vielmehr die internationale Reichweite des Clubs in den Mittelpunkt.
Kleine Fan-Gruppe, große Distanz
Nach Vereinsangaben ist Huang in seiner Heimat mit seiner Hertha-Leidenschaft eher eine Ausnahme. In einer Hertha-Gruppe auf der Plattform QQ seien nur wenige Mitglieder aktiv. Auf dem Campus falle er mit dem blau-weißen Trikot auf, während viele andere Studierende eher internationale Spitzenclubs oder deutsche Topvereine unterstützen.
Der Student sammelt laut Hertha zudem Trikots des Berliner Vereins. Fünf Stück habe er bereits. Weil Fanartikel in China nicht ohne Weiteres erhältlich seien, helfen ihm nach Clubangaben Kontakte aus Deutschland.
Nächtliche Spiele und Kontakte nach Berlin
Wegen der Zeitverschiebung verfolgt Huang die Spiele demnach häufig nachts. Auch in den Semesterferien schaue er Partien gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder. Auf sozialen Plattformen dokumentiere er sein Fanleben als Hertha-Anhänger aus China.
Nach Angaben des Vereins kam es dadurch auch zu Kontakten nach Berlin. So habe sich Huang unter anderem mit Mitgliedern der Familie Dárdai sowie mit Kapitän Fabian Reese ausgetauscht. Außerdem halte er Kontakt zu Xu Zhan, einem früheren U23-Spieler von Hertha.
Verein sucht weitere Fan-Momente
Die Veröffentlichung ist Teil einer Vereinsaktion, bei der Hertha BSC persönliche Fan-Geschichten sammelt. Im Fall von Niyi Huang zeigt der Club, wie Anhängerschaft auch weit entfernt von Berlin entstehen kann.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |