Hertha BSC erinnert an früheren Kapitän Ludwig Müller

Hertha BSC erinnert an Ludwig Müller, der in den 1970er-Jahren als Abwehrchef und Kapitän zu den prägenden Spielern des Vereins zählte. | Foto: Anouar Touir
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Nachruf. Hertha BSC hat an Ludwig „Luggi“ Müller erinnert. Der frühere Abwehrspieler und Mannschaftskapitän starb am 24. Juni. Für den Berliner Fußball-Bundesligisten prägte Müller vor allem die erste Hälfte der 1970er-Jahre.

Der sechsmalige Nationalspieler war 1972 von Borussia Mönchengladbach nach Berlin gewechselt. Zuvor hatte Hertha einen schwierigen Start in die Bundesliga-Saison 1972/73 erlebt und suchte nach mehr Stabilität in der Defensive. Müller kam trotz einer längeren Verletzungspause nach einem Schien- und Wadenbeinbruch in die Hauptstadt und übernahm schnell eine Führungsrolle.

Schnell zum Abwehrchef geworden

Sein Bundesliga-Debüt für Hertha gab Müller am 7. Oktober beim 1:1 in Bremen. Noch vor der Winterpause wurde er Kapitän. Nach Vereinsangaben absolvierte er in seiner ersten Saison alle Spiele über die volle Distanz und trug damit zum Klassenerhalt bei.

Auch in der folgenden Spielzeit blieb der Routinier eine feste Größe. In der Saison 1973/74 kam er auf 34 Einsätze und half dabei, dass Hertha die Runde auf dem achten Tabellenplatz beendete.

Vizemeister zum Abschied

Seinen sportlich größten Erfolg mit den Berlinern feierte Müller in der Saison 1974/75. Hertha gewann unter anderem beide Bundesliga-Derbys gegen Tennis Borussia und war zwischenzeitlich sogar Tabellenführer. Am Saisonende stand die Mannschaft überraschend auf Rang zwei.

Vor dem letzten Saisonspiel gegen den VfL Bochum wurde Müller verabschiedet. Beim 4:2 erzielte der scheidende Kapitän noch einmal ein Tor. Es blieb sein letzter Treffer für Hertha.

117 Pflichtspiele für Hertha

Insgesamt kam Müller auf 117 Pflichtspiele für den Verein. Laut Hertha absolvierte er seit seinem Debüt 97 Bundesliga-Partien in Serie. Hinzu kamen Einsätze im DFB-Pokal und im Intertoto-Wettbewerb.

Der Club verweist zudem auf seine Bedeutung über den Platz hinaus. 2003 wurde Müller in die „Jahrhundert-Elf“ von Hertha BSC gewählt. Mit dem Rückblick erinnert der Verein an einen Spieler, der in Berlin sportlich und als Führungspersönlichkeit bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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