Einzelkritik zur DFB-Elf: VfB-Profi Vagnoman überzeugt
- Die DFB-Elf posiert vor dem Anpfiff für das Teamfoto.
- Foto: Tom Weller/dpa
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Augsburg. Für Fußballfans im Südwesten liefert die Einzelkritik zur Nationalmannschaft vor allem ein klares Signal: VfB-Profi Josha Vagnoman bestätigte seine Form und empfahl sich hinten rechts als weitere Option für Bundestrainer Klopp.
Die deutsche Auswahl bekam in Augsburg nicht von allen Spielern den erhofften Ertrag. Während die Defensive über weite Strecken stabil wirkte, fehlte in der Offensive die letzte Konsequenz. Besonders im Blick standen neben Vagnoman auch die Profis mit Bezug zu Eintracht Frankfurt.
Vagnoman bestätigt seine VfB-Form
Der Stuttgarter Rechtsverteidiger zeigte eine aufmerksame Leistung. Seine Tacklings kamen mit gutem Timing, defensiv blieb er zuverlässig. Nach Treu ist Vagnoman damit eine weitere gute Option auf der rechten Abwehrseite für Klopp.
Auch in der Innenverteidigung gab es stabile Auftritte. Bisseck trat körperlich stark auf und ließ sich auch von seiner frühen Verwarnung in der 17. Minute nicht aus der Ruhe bringen. Tah organisierte die Defensivkette und wurde von Pavlidis nicht überrumpelt. Brown hatte links gegen den Dortmunder Karetsas viel Arbeit, was seine Offensivaktionen einschränkte.
Kimmich im Zentrum und Pech beim Gegentor
Kapitän Kimmich war im Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt. Sein Freistoß in der 53. Minute war gefährlich, später leistete er sich in der 67. Minute einen schweren Fehlpass. Beim Gegentor war er der Pechvogel, Nübel war dabei machtlos. Der Torwart war zuvor lange vor allem mit dem Fuß gefordert und muss nun bei Besiktas Istanbul weiter in Klopps Blickfeld bleiben.
Nmecha brachte seine Physis ein und öffnete Räume für das Angriffsspiel. In der Schlussphase konnte aber auch er nicht mehr zulegen. Conté zeigte bei seinem Debüt keine Nervosität, suchte früh den Abschluss und bestätigte mit seiner Balleroberung zwischen den Linien, warum Klopp seine „Ballklau-Mentalität“ schätzt.
Eintracht-Angreifer bleiben ohne Torgefahr
Der Frankfurter Ebnoutalib war im Sturmzentrum weitgehend vom Spiel abgeschnitten. Zwischen den griechischen Abwehrspielern fand er kaum Raum. Burkardt bildete in der Schlussphase mit ihm eine Eintracht-Doppelspitze, brachte aber ebenfalls keine Torgefahr.
Adeyemi blieb erneut ohne Tor, hatte aber mehrere gute Szenen. Sein Sprint über 70 Meter in der 27. Minute hätte mehr Ertrag bringen müssen. Schade brachte hohes Tempo und großen Einsatz ein, seine Aktionen endeten aber zu häufig ohne Abschluss oder klare Chance.
Joker können die Niederlage nicht drehen
Wirtz kam nach nur einer Trainingseinheit für 25 Minuten ins Spiel. Ein Schuss ging deutlich über das Tor, seinen besonderen Einfluss muss er in den nächsten Partien zeigen. Gnabry sammelte als Joker weitere Minuten, konnte die Niederlage aber nicht abwenden. Stach erhielt erneut einen Kurzeinsatz, hat im Mittelfeld jedoch starke Konkurrenz. Behrens feierte vor Heimpublikum in Augsburg sein Debüt und durfte für einige Minuten als Außenverteidiger vorspielen. [dpa/red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen |