DFB-Präsident Neuendorf wirbt bei UN für Vielfalt
- DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat bei einer Veranstaltung im UN-Gebäude in New York die Haltung des Verbandes gegen Diskriminierung und Antisemitismus bekräftigt.
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Fußball. DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat bei einer Veranstaltung im UN-Gebäude in New York die Haltung des Deutschen Fußball-Bundes gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus bekräftigt. Der Verbandschef sagte, Vielfalt und der Kampf gegen Ausgrenzung seien fest in der Satzung des DFB verankert.
Bei dem Panel mit dem Titel „More than 90 Minutes – Sport and Football as a Platform to Fight Antisemitism and Discrimination“ sprach Neuendorf auf Einladung der Vereinten Nationen, des World Jewish Congress und der NGO „what matters“. Neben ihm nahmen unter anderem Ricklef Beutin, ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen, UN-Sonderberater Chaloka Beyani sowie Maram Stern vom World Jewish Congress teil.
DFB verweist auf Projekte gegen Ausgrenzung
Neuendorf nannte als Beispiel für das Engagement des Verbandes den Julius Hirsch Preis. Mit ihm werden seit mehr als 20 Jahren Vereine, Organisationen, Personen und Initiativen ausgezeichnet, die sich für Vielfalt, Menschenwürde und gegen Rassismus und Antisemitismus einsetzen.
Zugleich verwies der DFB-Präsident auf die historische Verantwortung des Verbandes. Mit Blick auf die Vergangenheit des DFB in der NS-Zeit sprach Neuendorf von einer besonderen Verpflichtung, Erinnerung wachzuhalten. Wörtlich sagte er, die Erinnerung dürfe nicht verblassen.
Ausstellungen und soziale Projekte hervorgehoben
Als weitere Beispiele nannte der DFB Ausstellungen zur jüdischen Geschichte im Fußball. Im Fokus stehen laut Verband eine Schulausstellung über den früheren Nationalspieler Gottfried Fuchs sowie eine weitere Ausstellung zur jüdischen Geschichte des Weltfußballs, die gemeinsam mit dem Deutschen Fußballmuseum und dem Holocaust Museum Los Angeles entstanden ist.
Im Rahmen der Amerika-Reise informierten sich Neuendorf, DFB-Generalsekretär Holger Blask und Sportdirektor Rudi Völler außerdem über die Mexico-Hilfe der DFB-Stiftung Egidius Braun. Der DFB stellte das Projekt als Beispiel für sein soziales Engagement heraus.
Der Auftritt Neuendorfs fällt in die Zeit der WM in den USA, Kanada und Mexiko. Der DFB nutzt damit die internationale Bühne des Turniers auch für gesellschaftspolitische Themen neben dem sportlichen Wettbewerb.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |