Afrika-Cup-Urteil sorgt für Kritik bei VfB-Coach Hoeneß
- Sebastian Hoeneß und Bilal El Khannouss vom VfB Stuttgart (Archivfoto)
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Fußball. Im Estádio do Dragão sorgt ein nachträgliches Urteil zum Afrika Cup für Diskussionen mit Folgen bis nach Stuttgart.
Trainer Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart hat die Entscheidung des Berufungsgerichts des afrikanischen Fußballverbands Caf scharf kritisiert. Die Aberkennung des Titels für Senegal bezeichnete er als „schade“ und „unwürdig“. Das Urteil sprach den Erfolg dem marokkanischen Team zu und damit auch Stuttgarts Offensivspieler Bilal El Khannouss. Hoeneß stellte dennoch klar, dass der Richterspruch kaum echte Gewinner hervorbringe. „Egal, wie es jetzt weitergeht, so richtig viele Gewinner gehen aus der ganzen Nummer nicht hervor“, sagte der Coach.
Spielabbruch als Kern des Urteils
Nach Auffassung des Gerichts hatte das senegalesische Team das Finale aufgegeben, als es gegen Ende der regulären Spielzeit vorübergehend den Platz verließ. Trotz eines 1:0-Erfolgs nach Verlängerung wurde Senegal deshalb als Verlierer gewertet. Ein Einspruch der Nordafrikaner hatte Erfolg. Die Partie wurde mit 3:0 für die Gastgeber gewertet.
Hoeneß spricht von einmaligen Szenen
„Ich habe das Spiel damals live angeschaut“, sagte Hoeneß. „Das war etwas, was ich in der Form noch nie gesehen habe.“ Die jetzige Wendung passe ins Gesamtbild eines chaotischen Finales nach umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen. Zugleich rechnet der Trainer mit weiteren juristischen Schritten. Der senegalesische Fußball-Verband kündigte bereits an, den Internationalen Sportgerichtshof Cas anzurufen. Damit ist der Streit um den Afrika-Cup-Titel weiter offen. dpa/red
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Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |