Abstieg vertagt: Heidenheim kann weiter auf Rettung hoffen

Glaubt weiter an den Klassenerhalt: Holger Sanwald (Archivbild) | Foto: Harry Langer/dpa
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Heidenheim an der Brenz. Im Abstiegskampf der Fußball Bundesliga lebt die Hoffnung beim 1. FC Heidenheim weiter. Weil direkte Konkurrenten am Sonntag, 3. Mai, Punkte liegen ließen, bleibt der Rückstand auf den Relegationsplatz überschaubar.

Vorstandschef Holger Sanwald sprach im Interview mit dem SWR von einem wichtigen Tag für den Verein. „Wir geben nicht auf. Das war ein sehr guter Tag“, sagte der FCH Chef nach den Ergebnissen der Konkurrenz.

Hätten der FC St. Pauli und der VfL Wolfsburg ihre Spiele gewonnen, wäre der Abstieg der Heidenheimer nach drei Jahren Bundesliga bereits besiegelt gewesen. Doch St. Pauli verlor gegen Mainz 05 mit 1 zu 2. Wolfsburg kam beim SC Freiburg nicht über ein 1 zu 1 hinaus.

Drei Teams kämpfen um den Relegationsplatz

Damit liegt Heidenheim nur noch drei Punkte hinter dem Relegationsrang. Der FCH hatte selbst am Samstag, 2. Mai, beim 3 zu 3 beim FC Bayern München eine große Überraschung nur knapp verpasst. Der Ausgleich fiel erst spät in der Nachspielzeit.

Trainer Frank Schmidt und die Mannschaft hoffen nun auf eine neue Chance am kommenden Spieltag. Rein rechnerisch könnte Heidenheim am Sonntag, 10. Mai, mit den direkten Konkurrenten nach Punkten gleichziehen.

Voraussetzung wären folgende Ergebnisse:

  • Niederlage von Wolfsburg gegen Bayern München am Samstag, 9. Mai
  • Niederlage von St. Pauli bei RB Leipzig am Samstag, 9. Mai
  • Sieg des 1. FC Heidenheim beim Auswärtsspiel in Köln am Sonntag, 10. Mai

Selbst Wolfsburg Trainer Dieter Hecking warnte davor, den FCH abzuschreiben. „Denen traue ich alles zu“, sagte der Coach.

Verein plant auch für den Fall des Abstiegs

Der späte Ausgleich in München schmerzte die Heidenheimer dennoch. „Es tat sehr weh, den Ausgleich zu bekommen“, sagte Sanwald rückblickend. Gleichzeitig bezeichnete er den Punktgewinn als „großen Schritt“, um im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben.

Sollte die Rettung am Ende dennoch misslingen, sieht sich der Verein vorbereitet. In diesem Fall wolle der Club in der 2. Bundesliga einen Neuaufbau starten und erneut angreifen. Solange es rechnerische Chancen gebe, wolle der FCH jedoch alles für den Verbleib in der Bundesliga versuchen. dpa/red

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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