Zeckenstich: So sinkt das Risiko für Borreliose und FSME
- Beim Spaziergang im Wald oder am See kann ein Zeckenstich schnell passieren. Entscheidend sind wirksamer Schutz, gründliches Absuchen und frühes Erkennen typischer Beschwerden.
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Zeckenstich behandeln. Mit passenden Schutzmitteln, einem gründlichen Körpercheck und dem schnellen Entfernen einer Zecke lässt sich das Risiko für Infektionen wie Borreliose deutlich senken.
Gerade im Sommer, ob im Park, im Wald oder am See, landen Zecken oft unbemerkt auf Haut oder Kleidung. Praktisch entscheidend sind drei Schritte, die im Alltag gut umsetzbar sind. Erstens wirksamer Schutz vor dem Aufenthalt im Grünen. Zweitens Absuchen direkt danach. Drittens frühes Reagieren, wenn Beschwerden auftreten.
Hinweise dazu fasst auch der Branchenverband Pharma Deutschland e.V. zusammen und ordnet ein, welche Schutzmaßnahmen und welche Behandlungen im Verdachtsfall eine Rolle spielen können.
Schutz im Alltag: Mittel, Kleidung, Kontrolle
Zeckenstiche werden oft unterschätzt, dabei lassen sich viele Kontakte mit einfachen Maßnahmen reduzieren. Infrage kommen Zeckenschutzmittel mit Wirkstoffen wie DEET, EBAAP oder Icaridin. Genannt werden außerdem pflanzliche Wirkstoffe wie PMD aus Zitroneneukalyptus sowie ätherische Öle wie Lavendel- oder Kokosöl. Welche Produkte für Kinder oder in der Schwangerschaft geeignet sind, wird in Apotheken häufig konkret nach Alter und Situation eingeordnet.
Ergänzend hilft eine praktische Kombination aus Barriere und Routine.
- Lange Kleidung und geschlossene Schuhe, besonders bei hohem Gras und Unterholz.
- Nach jedem Aufenthalt im Grünen den Körper gründlich absuchen.
- Zecken möglichst rasch entfernen, wenn eine gefunden wird.
Kommt es trotz Vorsicht zu einer Infektion, zählt vor allem das frühe Erkennen. In Deutschland ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung die Lyme-Borreliose. Typisch ist die sogenannte Wanderröte, zusätzlich können grippeähnliche Beschwerden auftreten. Wird Borreliose früh erkannt, lässt sie sich in der Regel gut mit Antibiotika behandeln.
Neben Borreliose können Zecken auch FSME übertragen. Gegen die Viruserkrankung gibt es keine ursächliche Therapie, eine Impfung kann jedoch wirksam vor einer Infektion schützen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt sie insbesondere Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich dort häufig im Freien aufhalten.
Als Hintergrund zur Einordnung der Größenordnung nennt das Robert Koch-Institut Schätzungen aus Studien von rund 200.000 Borreliose-Diagnosen pro Jahr in Deutschland. Höhere Durchschnittstemperaturen gelten als ein Faktor, der dazu beiträgt, dass Zecken früher und länger im Jahr aktiv sind.
Wer regelmäßig draußen unterwegs ist, hat mit konsequentem Schutz, schneller Entfernung und einem wachsamen Blick auf typische Anzeichen die beste praktische Grundlage, um Folgen eines Zeckenstichs zu begrenzen. red
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |