Zahnfleischbluten früh behandeln: Entzündung stoppen
- Eine gründliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sind die beste Vorsorge gegen Parodontitis.
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Zahnfleischbluten ernst nehmen. Gerötetes oder blutendes Zahnfleisch kann ein frühes Warnsignal für eine Entzündung sein. Wird diese Vorstufe rechtzeitig behandelt, heilt sie oft vollständig aus. Ohne Behandlung entwickelt sich daraus jedoch häufig eine Parodontitis, die dauerhaft bestehen bleiben kann.
Viele Betroffene bemerken erste Hinweise im Alltag etwa beim Zähneputzen oder beim Essen. Dann zeigt sich das Zahnfleisch empfindlich, gerötet oder beginnt leicht zu bluten. Fachleute raten dazu, solche Veränderungen nicht zu ignorieren. Eine frühe Behandlung durch Zahnarzt oder Zahnärztin kann verhindern, dass sich die Entzündung ausbreitet.
Chronische Entzündung betrifft den ganzen Körper
Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats. Ist sie einmal entstanden, lässt sie sich laut Initiative ProDente meist nur noch bremsen oder lindern. Zudem bleibt die Erkrankung nicht auf den Mund beschränkt.
Studien zeigen Zusammenhänge mit verschiedenen anderen Krankheiten. Parodontitis kann Diabetes verstärken und umgekehrt. Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig. Außerdem treten bei Menschen mit Parodontitis häufiger Herzinfarkte und Schlaganfälle auf. Bakterien aus dem Mund können auch in die Lunge gelangen und dort Infektionen auslösen. Auch mit einigen Krebsarten wird die Erkrankung in Verbindung gebracht.
Mundgesundheit regelmäßig kontrollieren
Weil Mundgesundheit und Allgemeingesundheit eng zusammenhängen, rät Sonja Derman, Oberärztin und Leiterin des Funktionsbereichs Parodontologie an der Universitätsklinik Köln: "Bei unklaren Beschwerden, für die sich medizinisch keine Ursachen finden lassen, sollte man immer auch die Mundgesundheit prüfen."
Als wichtigste Vorbeugung gelten gründliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen in der Zahnarztpraxis. Werden Beschwerden früh erkannt, lässt sich das Risiko für dauerhafte Schäden deutlich verringern. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |