Wohnungsbau: Land will aktiver werden
- «Wir müssen bei dem Megathema Wohnen jeden Baustein prüfen und jedes Zahnrädchen in die Hand nehmen», betont Minister Teuber.
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Mainz. Mehr Unterstützung beim Wohnungsbau in Rheinland-Pfalz könnte Kommunen und Wohnungssuchenden neue Spielräume bringen. In Mainz hat Bauminister Sven Teuber angekündigt, dass das Land beim „Megathema Wohnen“ künftig eine aktivere Rolle übernehmen will.
Der SPD-Politiker denkt nach eigenen Angaben über den Aufbau einer Landeswohnungsbaugesellschaft nach. Ziel sei es, mehr Instrumente für den Wohnungsmarkt zu prüfen und Kommunen stärker zu unterstützen.
Land prüft neue Instrumente für den Wohnungsmarkt
Nach Angaben Teubers hat Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr 3.300 Wohneinheiten gefördert und damit so viele wie noch nie. Zugleich sieht der Minister weiter große Herausforderungen. Als Beispiel nannte er Wien, wo der soziale Wohnungsbau über viele Jahre stark ausgebaut worden sei.
Teuber verwies darauf, dass Kommunen beim Ankauf von Gebäuden und Flächen wirtschaftlich stärker handeln könnten. Das Land prüfe deshalb, wie Städte und Gemeinden bei solchen Schritten besser unterstützt werden können.
Kommunen sollen Vorkaufsrechte leichter nutzen können
Potenzial sieht der Minister auch bei Vorkaufsrechten für Immobilien. Diese böten Chancen für die Quartiersentwicklung, würden bislang aber vergleichsweise selten genutzt. Nach Teubers Worten soll das Land den Kommunen haushalterisch mehr Möglichkeiten geben, solche Rechte wahrzunehmen.
Aus Sicht des Ministers kann das zur Entwicklung von Quartieren beitragen und neuen Wohnraum ermöglichen, etwa für ältere Menschen. Dadurch könnten bestehende Wohnungen auch wieder für Familien frei werden.
Land will zwischen Kommunen und Bauwirtschaft vermitteln
Das Ministerium arbeitet nach Teubers Angaben daran, die künftige Rolle des Landes bei der Unterstützung des kommunalen Wohnungsbaus weiterzuentwickeln. Denkbar sei auch, dass Rheinland-Pfalz stärker als Vermittler zwischen Kommunen und Bauwirtschaft auftritt, um Projekte vor Ort anzustoßen. Dazu führt Teuber nach eigenen Angaben bereits Gespräche mit Wohnungsbaugesellschaften und Kommunen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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