Wohnung kühl halten: 3 Maßnahmen gegen Sommerhitze
- Richtig lüften: Am besten öffnet man die Fenster am frühen Morgen oder abends, wenn es draußen kühler ist als drinnen.
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Wohnung kühl halten. Wenn draußen über 30 Grad erreicht werden, heizen sich viele Wohnungen schnell auf. Ein großer Teil der Wärme gelangt über Fenster und laufende Geräte ins Zuhause. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Temperatur in Räumen spürbar begrenzen.
Ende der Woche könnten die Temperaturen laut Wetterprognosen auf über 30 Grad steigen. Für viele Haushalte stellt sich damit die Frage, wie sich Räume ohne Klimaanlage möglichst kühl halten lassen. Hinweise dazu geben unter anderem die Verbraucherzentralen und das Informationsprogramm Zukunft Altbau.
Sonneneinstrahlung möglichst früh blockieren
Rund die Hälfte des gesamten Wärmeeintrags in Gebäude kommt laut Zukunft Altbau über Fensterflächen. Deshalb zählt das Verschatteten der Fenster von außen zu den wirksamsten Maßnahmen gegen aufgeheizte Räume.
Mögliche Lösungen sind zum Beispiel:
- Außenjalousien
- Rollläden
- Markisen
- Klappläden
Sie sollten möglichst schon am frühen Morgen geschlossen werden, bevor direkte Sonne auf die Fenster trifft. Die Verbraucherzentralen raten, Rollläden so herunterzulassen, dass Lüftungsschlitze weiterhin offen bleiben.
Wenn kein außenliegender Sonnenschutz vorhanden ist, können innenliegende Varianten helfen. Dazu zählen Rollos, Plissees, Lamellen oder Faltstores. Sie sind weniger effektiv, lassen sich aber meist unkompliziert montieren. Empfehlenswert sind Systeme mit weißen oder stark reflektierenden Oberflächen. Je höher die Reflexion, desto besser wird laut Verbraucherzentralen die Überhitzung gebremst.
Nachts lüften senkt die gespeicherte Wärme
An heißen Tagen lohnt sich intensives Lüften vor allem dann, wenn die Außentemperatur wieder unter die Raumtemperatur sinkt. Das ist meist am Abend oder am frühen Morgen der Fall.
Besonders wirksam ist laut Verbraucherzentralen die sogenannte Nachtlüftung mit weit geöffneten Fenstern. So kann die über den Tag gespeicherte Wärme mehrere Stunden lang aus dem Gebäude entweichen.
Auch Querlüften kann helfen. Dabei werden gegenüberliegende Fenster gleichzeitig geöffnet, sodass Durchzug entsteht. Werden Fenster auf unterschiedlichen Etagen geöffnet, kann zusätzlich der sogenannte Kamineffekt entstehen, der warme Luft nach oben abführt.
Elektrische Geräte nicht unnötig laufen lassen
Neben der Sonne erzeugen auch elektrische Geräte Wärme im Haushalt. Dauerbetrieb oder Standby kann daher ebenfalls zur Aufheizung beitragen.
Beispiele für typische Wärmequellen sind:
- Fernseher im Standby-Modus
- Computer oder Monitore
- zusätzliche Kühlschränke oder Gefriertruhen
- Lampen und andere Elektrogeräte
Werden Geräte längere Zeit nicht genutzt, kann vollständiges Ausschalten den Wärmeeintrag reduzieren. Auch Heizungen sollten im Sommer möglichst komplett abgeschaltet oder zumindest auf Sommerbetrieb gestellt werden. Denn selbst Heizungsrohre können laut Verbraucherzentralen zusätzliche Wärme abgeben.
Diese einfachen Maßnahmen ersetzen keine Klimaanlage, können aber helfen, das Aufheizen der Wohnung im Alltag deutlich zu begrenzen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |