Windows-Updates im Griff: Künftig mehr Kontrolle statt Zwangs-Neustart

Windows-Updates: Die Option Herunterfahren oder Neustarten ohne Aktualisierung soll jetzt immer verfügbar sein | Foto: dpa
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Windows-Updates. Wer am Computer arbeitet, kennt das Problem. Genau dann, wenn etwas fertig werden muss, fordert Windows plötzlich einen Neustart für Updates. Microsoft will dieses Ärgernis entschärfen und Nutzenden künftig deutlich mehr Kontrolle darüber geben, wann Aktualisierungen installiert werden.

Gerade bei neuen Rechnern oder frisch installierten Systemen soll es einfacher werden, Updates zunächst zu überspringen. So bleibt Zeit, den Computer einzurichten und Programme zu installieren, ohne sofort mehrere Downloads und Neustarts abwarten zu müssen.

Auch beim Aufschieben von Aktualisierungen soll sich etwas ändern. Bisher ließ sich ein Update nur fünfmal jeweils um eine Woche verschieben. Danach musste es installiert werden.

Updates lassen sich künftig länger pausieren

Nach Angaben von Microsoft sollen Update-Pausen künftig deutlich flexibler sein. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Bei neuen Computern oder nach einer Neuinstallation lassen sich Updates zunächst überspringen
  • Update-Pausen können beliebig verlängert werden, ohne festes Limit
  • Beim Herunterfahren oder Neustarten sollen Optionen ohne Update dauerhaft verfügbar sein

Damit reagiert der Hersteller auf häufige Kritik. Viele Nutzer empfinden automatische Neustarts als störend, vor allem während der Arbeit oder bei laufenden Programmen.

Nur noch ein großer Update-Termin pro Monat

Parallel will Microsoft seine Aktualisierungen stärker bündeln. Reguläre Updates sollen künftig in einem monatlichen Paket erscheinen. Ziel ist, dass im Normalfall nur noch ein Neustart pro Monat notwendig wird, der durch Updates ausgelöst wird. Das Unternehmen bezeichnet dieses Prinzip als "koordinierte Installation".

Wer neue Aktualisierungen früher installieren möchte, kann dies weiterhin manuell anstoßen. Das kann sinnvoll sein, wenn bekannte Sicherheitslücken schnell geschlossen werden sollen.

Treiber-Updates werden verständlicher erklärt

Auch bei Treiber-Updates soll mehr Klarheit entstehen. Bisher waren viele Aktualisierungen ähnlich oder sogar identisch benannt. Dadurch war oft schwer zu erkennen, welche Hardware betroffen ist.

Künftig wird zusätzlich zur Bezeichnung auch die Geräteklasse angezeigt. Dazu gehören zum Beispiel Lautsprecher, Drucker oder Grafikkarten. So lässt sich schneller nachvollziehen, welche Komponente des Computers aktualisiert wird.

Die Änderungen sollen dafür sorgen, dass Updates weniger überraschend kommen und besser in den Alltag am Computer passen. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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