Weniger Spritverbrauch mit dem Wohnmobil: Darauf kommt es an

Sparsam fährt, wer zügig beschleunigt, aber zugleich früh hochschaltet und hohe Drehzahlen vermeidet. | Foto: dpa
  • Sparsam fährt, wer zügig beschleunigt, aber zugleich früh hochschaltet und hohe Drehzahlen vermeidet.
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Wohnmobil Sprit sparen. Schon kleine Anpassungen bei Beladung, Fahrweise und Route können den Kraftstoffverbrauch eines Wohnmobils spürbar senken. Gerade auf langen Urlaubsfahrten summieren sich ein paar eingesparte Liter schnell zu einer merkbaren Kostenersparnis. Der TÜV Süd nennt mehrere Punkte, die im Alltag leicht umzusetzen sind.

Ein erster Hebel liegt bereits vor der Abfahrt. Weniger Gewicht bedeutet weniger Verbrauch. Deshalb kann es sinnvoll sein, das Fahrzeug vor längeren Strecken zu entrümpeln. Auch ein leerer Abwassertank spart Gewicht. Frischwasser sollte nur in der Menge mitgenommen werden, die unterwegs tatsächlich benötigt wird.

Routenwahl und gleichmäßiges Tempo senken den Verbrauch

Auch die Strecke beeinflusst den Spritbedarf. Wer häufig Passstraßen wegen der Aussicht wählt, verbraucht meist mehr Kraftstoff als auf einer gleichmäßigen Autobahnroute. Weniger Höhenunterschiede ermöglichen eine ruhigere Fahrweise und damit einen geringeren Verbrauch.

Auf Autobahnen spielt vor allem das Tempo eine Rolle. Mit steigender Geschwindigkeit wächst der Luftwiderstand stark. Dadurch steigt auch der Kraftstoffbedarf deutlich. Eine gleichmäßige Fahrt im Verkehrsfluss spart oft mehr Sprit als häufiges Beschleunigen und Überholen.

Wenn vorhanden, kann ein Tempomat helfen. Er hält das Tempo konstant und verhindert unnötige Beschleunigungen. Beim Beschleunigen gilt außerdem eine einfache Regel. Zügig Gas geben, dann früh hochschalten und hohe Drehzahlen vermeiden. Fahrzeuge mit Automatik verfügen dafür oft über einen Eco-Modus.

Dachlast und Reifendruck wirken sich direkt aus

Zusätzliche Aufbauten erhöhen den Luftwiderstand. Gepäckboxen oder andere Gegenstände auf dem Dach treiben den Verbrauch deshalb nach oben. Wenn möglich, lassen sich viele Dinge besser im Innenraum transportieren.

Ein weiterer häufiger Punkt ist der Reifendruck. Laut TÜV Süd fahren viele Wohnmobile mit zu wenig Druck in den Reifen. Das erhöht den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch. Gleichzeitig sinkt die Tragfähigkeit des Reifens.

Der Druck sollte deshalb regelmäßig nach Herstellervorgaben kontrolliert werden. Besonders vor längeren Fahrten lohnt sich ein Blick auf die Werte. Gemessen wird idealerweise im kalten Zustand. Kleine elektrische Luftpumpen mit Akku seien inzwischen "für überschaubares Geld" erhältlich, erklärt TÜV-Experte Vincenzo Lucà. "Die Anschaffung ist grundsätzlich empfehlenswert, da man sie mit in den Urlaub nehmen kann."

Unterm Strich zeigt sich. Weniger Gewicht, moderates Tempo und korrekt aufgepumpte Reifen können den Kraftstoffbedarf eines Wohnmobils im Alltag spürbar reduzieren. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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