Weniger Po-Pickel beim Radfahren: Reibung richtig vermeiden

Gepolsterte Radsporthose, passender Sattel und Pflege helfen dabei, dass die Radtour nicht schmerzhaft endet | Foto: dpa
  • Gepolsterte Radsporthose, passender Sattel und Pflege helfen dabei, dass die Radtour nicht schmerzhaft endet
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Po-Pickel nach dem Radfahren. Reibung, Schweiß und enge Kleidung können beim Radfahren schnell zu schmerzhaften Pickeln am Gesäß führen. Mit der richtigen Kleidung, etwas Hautpflege und einem passenden Fahrradsattel lässt sich das Risiko deutlich verringern. Gerade bei längeren Touren kann das den Unterschied machen, ob Sitzen angenehm bleibt oder unangenehm schmerzt.

Pickel am Po sind für andere meist nicht sichtbar. Für Betroffene können sie jedoch unangenehm sein, vor allem wenn Druck beim Sitzen entsteht. Beim Radfahren kommen mehrere Faktoren zusammen. Schweiß, Reibung durch enge Kleidung und Bakterien können die Poren verstopfen und Entzündungen an den Haarwurzeln auslösen.

Wenn die Stellen stark schmerzen, kann eine kurze Trainingspause helfen. Chirurgin Katja Staade rät in der Zeitschrift "Apotheken Umschau" (Ausgabe 5A), das Radfahren dann für ein bis zwei Tage zu unterbrechen. Wichtig ist außerdem, die Haut möglichst trocken zu halten und Pickel nicht auszudrücken. Das kann die Entzündung verschlimmern.

Starke Schmerzen können auf Abszess hinweisen

"Schwillt die Stelle stark an, wird sehr rot, pocht oder kommt sogar Fieber hinzu, kann ein Abszess dahinterstecken. Dann sofort ärztliche Hilfe suchen", rät Katja Staade. Ein Abszess ist eine abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe. In vielen Fällen muss er ärztlich geöffnet werden.

Reibung reduzieren schützt vor neuen Entzündungen

Radfahrerinnen und Radfahrer können einige einfache Maßnahmen nutzen, um Pickel am Po vorzubeugen:

  • Radhosen mit Polsterung verringern die Reibung. Häufig wird empfohlen, darunter keine Unterwäsche zu tragen.
  • Bei empfindlicher Haut kann vor dem Radfahren eine dünne Schicht Panthenolsalbe aufgetragen werden. Auch spezielle Cremes für den Radsport mit Bio-Ölen, Sheabutter oder Bienenwachs sollen Reibung zwischen Haut und Kleidung reduzieren.
  • Wiederkehrende Beschwerden können auch mit dem Fahrradsattel zusammenhängen. Entscheidend ist laut ADAC der Abstand der Sitzknochen. Dieser lässt sich ermitteln, indem man sich auf ein Stück Wellpappe setzt. Die entstehenden Dellen können als Orientierung im Fachgeschäft dienen, um einen passenden Sattel zu finden.

Wer Reibung reduziert, auf trockene Haut achtet und bei Schmerzen früh reagiert, kann viele dieser Entzündungen beim Radfahren vermeiden. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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