Weniger Badetote im Saarland: DLRG nennt Risiken

Die Gefahr ist dort besonders groß, wo im Notfall keine Rettungskräfte vor Ort sind, sagt die DLRG. (Symbolbild) | Foto: Helmut Fricke/dpa
  • Die Gefahr ist dort besonders groß, wo im Notfall keine Rettungskräfte vor Ort sind, sagt die DLRG. (Symbolbild)
  • Foto: Helmut Fricke/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Saarland. Für Badegäste im Saarland fällt die Zwischenbilanz in diesem Jahr etwas günstiger aus: Bis einschließlich Juli registrierte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft nur einen Ertrinkungstod im Bundesland, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es zwei.

Nach DLRG-Angaben ertrank der einzige Badetote im Saarland im Mai in einem Fluss. Das Opfer war männlich und zwischen 20 und 30 Jahre alt. Nach Polizeiangaben handelte es sich um einen 26-Jährigen, der in der Saar bei Mettlach im Landkreis Merzig-Wadern ums Leben kam. Taucher fanden seine Leiche am 28. Mai.

Bundesweit mehr Todesfälle in Gewässern

Deutschlandweit kamen laut DLRG bis einschließlich Juli mindestens 261 Menschen in Gewässern ums Leben. Das waren nach aktuellem Stand 15 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders im Juni stieg die Zahl der Unglücke deutlich an. DLRG-Präsidentin Ute Vogt sprach von einem dramatischen Anstieg und verwies darauf, dass es einen Monat mit mehr als 100 Opfern zuletzt im Jahr 2003 gegeben habe.

Rund 90 Prozent der Todesfälle ereigneten sich den Angaben zufolge in frei zugänglichen Gewässern im Binnenland. Dort seien oft keine Rettungskräfte in direkter Nähe, die im Notfall schnell helfen könnten.

Warum die DLRG vor Flüssen und Seen warnt

Nach Einschätzung der DLRG sind unter den jüngeren Opfern vor allem Männer. Vogt sieht darin oft leichtsinniges Verhalten, teils in Verbindung mit Alkohol oder anderen Drogen. Bei älteren Menschen spielten häufiger gesundheitliche Probleme eine Rolle. Bei Kindern nennt die DLRG mangelnde Schwimmkompetenz als wichtigen Faktor.

Um die Zahl der Ertrinkungstoten zu senken, fordert die DLRG mehr Aufklärung über Risiken beim Baden und Schwimmen. Wer die Gefahren kenne, gehe seltener unnötige Risiken ein. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

78 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.