Wein kühlen ohne Wasser: 3 Ideen für heiße Tage
- Wer eine Kugeleiswürfel-Form mit Trauben füllt statt Wasser, kann sie zur Kühlung im Weinglas verwenden.
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Wein kühlen ohne Wasser. Warmer Wein lässt sich auch an heißen Tagen schnell abkühlen, ohne dass Eiswürfel den Geschmack verwässern. Praktisch sind gefrorene Weintrauben, Eiswürfel aus Wein oder wiederverwendbare Edelstahl-Cubes.
Ist eine Flasche nicht ausreichend vorgekühlt oder wird der Wein im Glas bei Sommerhitze zu schnell warm, leidet der Genuss oft schon nach wenigen Minuten. Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut nennt drei Möglichkeiten, die den Wein kühlen, ohne seinen Charakter unnötig zu verdünnen.
Gefrorene Trauben kühlen und passen optisch ins Glas
"Damit der Wein nicht seinen Charakter und seine Typizität verliert, kann man beispielsweise Weintrauben nutzen. Man lässt sie einfach im Eisfach gefrieren. Wenn sie dann gebraucht werden, kommen sie ins Weinglas", schlägt Büscher vor.
Der Vorteil liegt im Alltag auf der Hand. Trauben bestehen zwar überwiegend aus Wasser, dieses bleibt aber in der Frucht. "Aber das Tolle daran ist: Es bleibt in der Beere. Wenn sie getaut ist, kann man sie aus dem Glas fischen oder auch einfach aufessen, quasi wie bei einer Bowle", sagt Büscher.
Wein-Eiswürfel eignen sich auch für Saucen
Eine weitere Möglichkeit sind Eiswürfel, die direkt aus Wein vorbereitet werden. Dafür wird eine Eiswürfelform mit Weißwein, Rosé oder Rotwein befüllt und durchgefroren. Im Glas passt idealerweise die gleiche Rebsorte zum jeweiligen Wein. Laut Büscher ist es aber auch unproblematisch, wenn Sorten kombiniert werden. "Dann verpassen die Riesling-Würfel dem Grauburgunder einfach ein bisschen mehr Frische oder die Grauburgunder-Würfel dem Riesling etwas Schmelz."
Im Haushalt haben diese Würfel noch einen zweiten Nutzen. Sie lassen sich auch zum Kochen verwenden, etwa für eine Weinsauce, wenn keine ganze Flasche geöffnet werden soll.
Beim Einfrieren verändert sich die Struktur. Weil Wasser zuerst gefriert und Alkohol nicht fest wird, werden die Würfel eher weich und porös. Deshalb sind flexible Silikonformen praktischer als starre Behälter, da die Würfel beim Herauslösen sonst leichter bröseln oder splittern können.
Für ein Glas aufgetauten Wein taugt diese Variante laut Büscher dagegen nicht. "Weißwein hat auch immer ein bisschen Kohlensäure. Die geht aber beim Einfrieren verloren. Der Wein würde dann ein bisschen schal oder abgestanden schmecken."
Edelstahl-Cubes sind die dauerhafteste Lösung
Wer weder Trauben noch Weineiswürfel nutzen möchte, kann auf Kühlsteine oder Edelstahl-Cubes zurückgreifen. "Sie sind eigentlich für hochwertige Spirituosen wie Whisky gedacht, sind aber durchaus auch eine etwas schickere und stylishe Kühlvariante für den Wein", sagt Büscher.
Die Würfel verwässern den Wein nicht und lassen sich beliebig oft wiederverwenden. Nach dem Abspülen kommen sie einfach für einige Stunden zurück ins Eisfach. Für den Alltag gilt damit vor allem eines: Kühlen ohne zusätzliches Wasser bewahrt den Geschmack meist besser als klassische Eiswürfel. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |