Was gegen Altersflecken wirklich hilft – und was kaum wirkt
- Dermatologische Praxen bieten verschiedene Methoden an, um Altersflecken dauerhaft zu entfernen.
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Altersflecken behandeln. Braune Flecken auf Gesicht, Händen oder Dekolleté gelten als typische Alterserscheinung. Sie sind harmlos, lassen sich aber nicht beliebig einfach entfernen. Wer weiß, wie sie entstehen, kann realistisch einschätzen, welche Maßnahmen im Alltag sinnvoll sind und wo Grenzen liegen.
Altersflecken entstehen vor allem dort, wo die Haut über Jahre viel Sonne abbekommt. Besonders betroffen sind Menschen mit heller Haut. Rauchen, oxidativer Stress, hormonelle Einflüsse und eine genetische Veranlagung können die Bildung zusätzlich begünstigen, erläutert das Magazin «Apotheken Umschau» (Ausgabe 3B/2026).
Warum UV-Strahlung eine zentrale Rolle spielt
Durch UV-Strahlung bildet die Haut Melanin. Der Farbstoff schützt vor Sonnenschäden und sorgt für Bräune. In sonnenärmeren Zeiten wird Melanin normalerweise wieder abgebaut. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich dieser Prozess. Pigmentreste lagern sich ein und werden als Altersflecken sichtbar.
Die wirksamste Vorbeugung bleibt deshalb konsequenter Sonnenschutz. Apothekerin Stefanie Knarr empfiehlt laut «Apotheken Umschau» für Gesicht und Hände einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, und zwar ganzjährig. Das reduziert die Neubildung deutlich, kann bestehende Flecken aber nicht entfernen.
Hausmittel helfen kaum und können schaden
Gegen bereits vorhandene Flecken kursieren viele Tipps. Apfelessig oder Zitronensäure können die Haut kurzfristig aufhellen, warnt Knarr. Ein häufiger oder hoch dosierter Einsatz kann jedoch Hautreizungen und kleine Narben verursachen. Eine nachhaltige Wirkung ist damit nicht belegt.
Welche Behandlungen dauerhaft wirken können
In dermatologischen Praxen stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Beim Lasern werden Pigmentablagerungen zerkleinert, sodass der Körper sie abbauen kann. Fruchtsäure-Peelings entfernen die oberste Hautschicht. Bei der Mikrodermabrasion wird diese unter örtlicher Betäubung mechanisch abgetragen. Solche Eingriffe gelten als wirksam, müssen aber in der Regel selbst bezahlt werden.
Alternativ kommen sogenannte Dermokosmetika infrage. Cremes oder Seren mit Niacinamid, Retinol, Vitamin C oder Thiamidol können Pigmentflecken schrittweise aufhellen. Sichtbare Effekte zeigen sich meist erst nach mehreren Monaten. Bei großflächigem Auftreten können Hautärztinnen und Hautärzte zusätzlich rezeptpflichtige Präparate mit bleichender Wirkung verordnen.
Wann ärztlicher Rat wichtig ist
Altersflecken selbst sind gutartig. Nicht jede Hautveränderung lässt sich jedoch eindeutig einordnen. Der Krebsinformationsdienst weist darauf hin, dass rötliche oder sehr dunkle Stellen, Schuppung, Brennen, Spannen oder Juckreiz Warnzeichen sein können. Halten solche Veränderungen länger als zwei Wochen an, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Regelmäßige Hautkrebs-Screenings helfen zusätzlich bei der frühen Erkennung.
Wer sich an Altersflecken nicht stört, muss nichts unternehmen. Wichtig bleibt der Sonnenschutz, denn auch nach einer erfolgreichen Behandlung können neue Flecken entstehen. dpa/red
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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