Warnung bei Konferenz in Mainz: Traumata erhöhen Suchtrisiko
- Frühe traumatische Erlebnisse können zu Suchterkrankungen führen. (Symbolbild)
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Mainz. Frühe traumatische Erfahrungen können das Risiko für eine spätere Suchterkrankung deutlich erhöhen. Darauf hat der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch in Mainz zum Auftakt der 47. Landesdrogenkonferenz hingewiesen.
Traumatische Erlebnisse bereits vor der Geburt oder in den ersten Lebensjahren könnten laut Hoch langfristige Folgen haben. „Diese verstärkt häufig die Traumafolgen weiter und kann sogar neue traumatische Erfahrungen begünstigen“, sagte der SPD Politiker. Die Konferenz steht unter dem Motto „Verbindung gesucht – Wie Traumata und Gewalterfahrungen zur Entstehung von Süchten beitragen“.
Hoch fordert Blick auf Ursachen
Nach Darstellung des Ministers müsse Suchtpolitik Prävention breiter denken. Erfolgreiche Strategien verbänden medizinische, soziale und pädagogische Ansätze. Entscheidend sei, nicht nur die Abhängigkeit selbst zu behandeln, sondern auch ihre Ursachen.
„Wer Sucht wirksam bekämpfen will, muss also auch die Ursachen in den Blick nehmen – insbesondere bei Traumata und Gewalterfahrungen“, erklärte Hoch.
Stabile Beziehungen als Schutzfaktor
Auch das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung sieht einen engen Zusammenhang. Vizepräsident Artur Müller Wewel betonte, dass traumatische Erfahrungen das Bindungsverhalten langfristig prägen können und damit das Risiko für eine spätere Abhängigkeit erhöhen.
Gesunde zwischenmenschliche Beziehungen gelten nach Einschätzung von Fachleuten als wichtiger Schutzfaktor. Sie seien ein zentraler Bestandteil wirksamer Suchtprävention.
- Frühe Unterstützung für Familien kann Risiken verringern
- Stabile Bindungen stärken die psychische Widerstandskraft
- Prävention verbindet medizinische, soziale und pädagogische Hilfe
Die Landesdrogenkonferenz in Mainz bringt Fachleute aus Medizin, Sozialarbeit, Politik und Beratung zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Prävention früher ansetzen kann und Betroffene besser unterstützt werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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