Warnstreik an Unikliniken in Baden-Württemberg: OPs fallen aus
- An den Unikliniken im Land soll in der kommenden Woche gestreikt werden. (Archivbild)
- Foto: Marijan Murat/dpa
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Baden-Württemberg. Patientinnen und Patienten an vier Universitätskliniken im Land müssen sich ab Montag, 6. Juli, auf Einschränkungen einstellen. Verdi ruft die Beschäftigten in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen zu mehrtägigen Warnstreiks auf.
In Freiburg und Ulm soll von Montag, 6. Juli, bis Mittwoch, 8. Juli komplett gestreikt werden. In Heidelberg und Tübingen ist nach Gewerkschaftsangaben am Montag, 6. Juli, und Dienstag, 7. Juli, ein kompletter Ausstand geplant. Am Mittwoch, 8. Juli, soll dort nur teilweise gestreikt werden.
Was für Patienten wichtig ist
Die Gewerkschaft geht davon aus, dass die Notfallversorgung gesichert bleibt. Zugleich rechnet sie damit, dass zahlreiche OP-Säle geschlossen bleiben müssen. Auch nicht alle Betten dürften belegt werden können.
- Notfälle sollen weiterhin versorgt werden
- Geplante Operationen können betroffen sein
- An den Kliniken kann es zu Einschränkungen im Betrieb kommen
Dritte Verhandlungsrunde am Mittwoch
Am Mittwoch, 8. Juli, treffen sich Gewerkschaft und Arbeitgeber zur dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde. Verdi will dann mit einer Protestaktion vor Ort zusätzlichen Druck auf die Arbeitgeber ausüben.
Nach Angaben der Gewerkschaft rechnet Verhandlungsführer Jakob Becker mit einer starken Beteiligung. Verdi kritisiert unter anderem drohende Reallohnverluste über fast drei Jahre, eine mögliche 45-Stunden-Woche, eine Kopplung der Jahressonderzahlung an Krankentage sowie schlechteren Schutz bei drohendem Personalabbau.
Worum es im Tarifstreit geht
Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für rund 26.000 Beschäftigte an den vier Unikliniken. Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat. Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten sollen 250 Euro mehr im Monat erhalten. Für Azubis verlangt die Gewerkschaft außerdem einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets.
Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde unter anderem eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine Gehaltssteigerung von 4,75 Prozent in drei Schritten angeboten. Sie verweisen auf die schwierige Finanzlage der Kliniken und auf erwartete Folgen der Gesundheitsreform des Bundes. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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