Waldbrandgefahr: Worauf Autofahrer beim Parken im Sommer achten
- Waldbrandgefahr durch heißes Auto beim Parken auf trockenem Gras vermeiden.
- Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
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Waldbrandgefahr beim Parken. Wer im Sommer am Feldweg oder Waldrand parkt, kann das Brandrisiko deutlich senken, indem das Auto nur auf asphaltierten oder geschotterten Flächen abgestellt wird.
Gerade bei Hitze und Trockenheit reichen kleine Auslöser. Das gilt nicht nur für offenes Feuer, sondern auch für typische Alltagssituationen rund ums Auto, etwa beim kurzen Stopp am Straßenrand oder auf einer Wiese.
Der ADAC Hessen-Thüringen e.V. ordnet die Lage mit Blick auf Hessen und Thüringen ein. In vielen Gegenden sind Grasflächen ausgetrocknet und können sich bei großer Hitze schneller entzünden.
Warum ein Auto auf trockenem Gras zum Problem werden kann
Was nach extremen Temperaturen klingt, kann am Fahrzeug schnell erreicht werden. Laut ADAC können sich Bauteile wie Auspuffanlage und Katalysator nach wenigen Minuten Fahrtzeit auf mehrere hundert Grad Celsius erhitzen. Auch Bremsen können sehr heiß werden. Treffen solche heißen Teile auf trockenes Gras, kann es sich entzünden.
Als Faustregel für die Praxis gilt deshalb: Parkplätze so wählen, dass keine trockenen Grashalme an Unterboden, Auspuff oder Katalysator gelangen.
- Motorisierte Fahrzeuge nur auf dafür ausgewiesenen Flächen abstellen.
- Straßenränder sowie unbefestigte Wald- und Wiesenstücke meiden.
- Asphaltierte oder geschotterte Parkflächen sind in diesem Zusammenhang die sichere Wahl.
Der ADAC-Sprecher Oliver Reidegeld begründet das mit der Kombination aus trockenem Boden und Hitze. Häufig reiche bereits ein kleiner Funke als Auslöser, besonders in trockenen Phasen.
Zufahrten freihalten und Glutquellen vermeiden
Neben dem richtigen Untergrund zählt auch, wo ein Auto abgestellt wird. Zufahrtswege zu Waldgebieten sollten frei bleiben. Im Brandfall sind sie wichtige Zufahrten und Rettungswege für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und anderer Hilfsdienste.
Ein weiterer, in der Praxis häufiger Auslöser sind glimmende Zigarettenstummel. Laut ADAC kommt es jedes Jahr zu mehreren Böschungsbränden entlang von Autobahnen und Landstraßen, weil Stummel aus dem Fenster geworfen werden. Durch das lange Nachglimmen kann sogar Stunden später noch ein Schwelbrand entstehen, insbesondere wenn Wind die Glut anfacht.
Wer während der Fahrt raucht, kann das Risiko reduzieren, indem Stummel im Auto sicher aufbewahrt werden, zum Beispiel in einer Dose, und anschließend entsorgt werden.
Am Ende entscheidet oft eine kleine Routine beim Parken und unterwegs darüber, ob aus Sommerhitze und Trockenheit ein vermeidbarer Brand am Straßenrand wird. red
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |