Waldbrandgefahr: Warum jetzt selbst eine Zigarette gefährlich werden kann
- Ähnliche Waldbrandgefahren herrschen in Deutschland nur noch in Bayern und Brandenburg.(Archiv)
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Baden-Württemberg. Trotz sinkender Temperaturen steigt in vielen Regionen des Landes die Waldbrandgefahr. Der Deutsche Wetterdienst erwartet bis Samstag, 30. Mai, regional die zweithöchste Stufe des Waldbrandgefahrenindex. Für Ausflüge in Wälder und an Grillplätze bedeutet das erhöhte Vorsicht.
Die Forstbehörden und Feuerwehren beobachten die Lage genau. Nach Angaben des zuständigen Ministeriums arbeiten beide eng zusammen und stehen bereit, um im Ernstfall schnell eingreifen zu können. Besonders im Südosten Baden-Württembergs wird derzeit eine erhöhte Gefahr gesehen. Ähnliche Werte werden bundesweit sonst vor allem in Bayern und Brandenburg erreicht.
Warum die Gefahr trotz kühlerem Wetter steigt
In den kommenden Tagen sinken die Temperaturen zwar etwas. Gleichzeitig strömt jedoch eine sehr trockene Luftmasse nach Süddeutschland. Laut Meteorologen entzieht diese dem Boden zusätzliche Feuchtigkeit. Dadurch trocknen Waldboden, Laub und Gras weiter aus.
Die sonnigen und teils hochsommerlichen Tage zuvor haben die Situation bereits verschärft. Schon kleine Funken können daher einen Brand auslösen.
Viele Brände entstehen durch Menschen
Nach Angaben der Behörden sind die meisten Waldbrände nicht natürlich verursacht. Häufige Auslöser sind
- weggeworfene Zigaretten
- offenes Feuer oder Grillen in Waldnähe
- heiße Fahrzeugteile auf trockenem Gras
- Funkenflug durch Maschinen
Besucher von Wäldern und Naherholungsgebieten sollen deshalb besonders vorsichtig sein.
Grillverbote in Städten möglich
Einige Städte koppeln Grillverbote direkt an den Waldbrandgefahrenindex. In Mannheim und Heidelberg ist öffentliches Grillen selbst auf ausgewiesenen Plätzen ab Stufe 4 untersagt. In Freiburg kann das Forstamt bei hoher Gefahr einzelne Grillstellen und Feuerplätze sperren.
Der Index des Deutschen Wetterdienstes reicht von Stufe 1 für sehr geringe Gefahr bis Stufe 5 für sehr hohe Gefahr. In die Bewertung fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein.
Für Sonntag, 31. Mai, wird zwar wieder etwas Regen erwartet. Nach Einschätzung der Behörden dürfte das Risiko jedoch nur kurzfristig sinken. Kurze Schauer befeuchten meist nur die Oberfläche. Nachhaltige Entspannung bringt erst mehrere Tage kühleres Wetter mit flächendeckendem Regen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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