Waldbrandgefahr steigt rasant: Südwesten steuert auf höchste Warnstufe zu
- Mai-Ausflügler müssen in diesem Jahr besonders vorsichtig sein. (Archivbild)
- Foto: Thomas Warnack/dpa
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Baden Württemberg. Mildes und trockenes Wetter lockt viele Menschen nach draußen. Gleichzeitig steigt im Südwesten die Gefahr von Waldbränden deutlich an.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes erreicht der Waldbrandgefahrenindex am Dienstag, 28. April, in vielen Regionen bereits Stufe 3. Lokal ist auch Stufe 4 möglich. Bis Donnerstag, 30. April, nimmt das Risiko weiter zu. In Teilen des Südostens von Baden Württemberg kann sogar die höchste Warnstufe 5 erreicht werden.
Die Entwicklung fällt in eine Zeit mit vielen Ausflügen. Am Freitag, 1. Mai, sind traditionell zahlreiche Menschen im Wald und auf Grillplätzen unterwegs. Ob einzelne Kommunen wegen der erhöhten Gefahr Grillstellen in Wäldern sperren, war zunächst noch offen.
In den vergangenen Tagen gab es im Südwesten bereits zwei größere Waldbrände. Betroffen waren Gebiete bei Titisee Neustadt sowie bei Stuttgart.
Warum das Risiko derzeit steigt
Der Waldbrandgefahrenindex des Wetterdienstes bewertet die Lage in fünf Stufen. In die Berechnung fließen mehrere Faktoren ein.
- Sonneneinstrahlung
- Lufttemperatur
- relative Luftfeuchte
- Windgeschwindigkeit
- Niederschläge
Fachleute weisen darauf hin, dass viele Waldbrände durch Menschen verursacht werden. Dazu zählen weggeworfene Zigaretten oder offenes Feuer im Wald.
So entwickelt sich das Wetter im Südwesten
Am Dienstag, 28. April, zeigt sich der Norden von Baden Württemberg meist heiter bis sonnig. Im Süden ziehen mehr Wolken durch. Vom Hochrhein bis zum Bodensee sind vereinzelt wenige Tropfen möglich. Im Südschwarzwald besteht ein geringes Risiko für einzelne Gewitter. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 Grad in höheren Lagen und bis zu 24 Grad in der Kurpfalz. Dazu weht ein mäßiger Nordostwind mit frischen Böen.
Am Mittwoch, 29. April, ziehen letzte Wolken nach Süden ab. Danach dominiert häufig die Sonne. Die Temperaturen erreichen etwa 17 Grad im Bergland und bis zu 24 Grad im Tiefland. Der Ostwind bleibt spürbar. Auf den Gipfeln des Schwarzwalds sind auch stürmische Böen möglich. In der Nacht zum Donnerstag wird es klar bei Tiefstwerten zwischen 8 und 1 Grad. Lokal ist Bodenfrost möglich.
Am Donnerstag, 30. April, erwarten Meteorologen viel Sonne im Land. Die Temperaturen steigen auf 15 bis 23 Grad. Gleichzeitig bleibt es windig mit teils starken Böen. Damit bleibt auch die Waldbrandgefahr hoch. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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