Waldbrand vermeiden: Was im Sommer im Wald verboten ist

Bereits ein Funke kann bei längerer Trockenheit ausreichen, einen Waldbrand zu entzünden. | Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-mag
  • Bereits ein Funke kann bei längerer Trockenheit ausreichen, einen Waldbrand zu entzünden.
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Waldbrand vermeiden. Im Sommer senken klare Regeln im Wald das Risiko, dass aus Glut, Funken oder heißen Fahrzeugteilen ein Feuer entsteht. Wer zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto unterwegs ist, sollte vor allem auf Rauchen, offenes Feuer und das Parken auf trockenem Gras verzichten.

Wegen Hitze und Trockenheit ist die Waldbrandgefahr derzeit hoch. Darauf weisen unter anderem das Thünen-Institut für Waldökosysteme, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und der ADAC hin. Für den Alltag heißt das vor allem, dass selbst kleine Nachlässigkeiten schnell Folgen haben können.

Rauchen, Grillen und Parken sind besonders heikel

Das Rauchen im Wald ist in vielen Bundesländern von Samstag, 1. März, bis Freitag, 31. Oktober, verboten. In Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gilt nach Angaben des Thünen-Instituts sogar ein ganzjähriges Rauchverbot.

Auch Lagerfeuer und Grillen sind nur dort erlaubt, wo es ausdrücklich zugelassen ist. Der BUND weist darauf hin, dass offenes Feuer außerhalb von Privatgrundstücken nur an entsprechend gekennzeichneten Stellen gestattet ist. Bei hoher Brandgefahr kann offenes Feuer in der Landschaft komplett untersagt sein, auch auf ausgewiesenen Grillplätzen.

Nach dem Grillen gehört Asche in die vorgesehenen Aschecontainer. Gibt es keinen Container, sollte Glut vollständig mit viel Wasser gelöscht werden. Erst kalte Asche kommt in den Müll.

  • Keine Zigaretten oder glimmenden Reste im Wald wegwerfen.
  • Kein Lagerfeuer anlegen, wenn es dafür keine ausdrückliche Erlaubnis gibt.
  • Grillreste und Asche erst entsorgen, wenn keine Glut mehr vorhanden ist.
  • Autos, Motorräder und Nutzfahrzeuge nicht auf Wiesen, Waldwegen oder trockenem Gras abstellen.

Heiße Autos können trockenes Gras entzünden

Ein oft unterschätztes Risiko sind Fahrzeuge. Der ADAC warnt, dass sich Auspuffanlage, Katalysator und auch Bremsen nach kurzer Fahrt auf mehrere hundert Grad Celsius erhitzen können. Steht ein Auto dann über trockenem Gras oder Gestrüpp, kann sich der Untergrund entzünden.

Deshalb sollten Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkplätzen stehen. Ebenso wichtig ist, Zufahrtswege zu Wäldern freizuhalten, damit Feuerwehr und andere Einsatzkräfte im Notfall schnell durchkommen.

Waldbrandgefahr täglich prüfen

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht täglich einen Waldbrandgefahrenindex für Deutschland. Die Karte zeigt, wie hoch das Risiko in den einzelnen Regionen aus meteorologischer Sicht ist. Bei hoher oder sehr hoher Gefahr können Wälder gesperrt werden oder ein Wegegebot gelten.

Praktisch bedeutet das im Sommer vor jedem Ausflug in den Wald einen kurzen Blick auf die Gefahrenlage und vor Ort auf Hinweise zu werfen. So lassen sich Verbote und typische Brandursachen im Alltag leichter vermeiden. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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