Vögel füttern im Winter – Tipps für Futterstellen bei Frost und Schnee
- Vögel füttern im Winter: Bei kaltem Wetter freuen sich die Tiere über Unterstützung mit Körner- und Fettfutter
- Foto: Christoph Soeder/dpa/dpa-mag
- hochgeladen von Stephanie Walter
Vögel füttern im Winter. Wenn der Boden gefroren ist und eine geschlossene Schneedecke liegt, wird die Nahrungssuche für viele Vögel schwierig. Julian Heiermann, Naturschutzexperte beim NABU, erklärt: "Frost mit Schneefall in ganz Deutschland könnte dafür sorgen, dass sich mehr Wintervögel an den Futterhäusern einfinden."
Wer in dieser Zeit Gartenvögeln helfen möchte, kann Futterstellen im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse einrichten. Dabei kommt es nicht nur auf das richtige Futter an, sondern auch auf den Standort, Wasser und Hygiene.
1. Fettreiches Futter auswählenMeisen, Spatzen und andere Vogelarten brauchen im Winter besonders viel Energie. Ideal ist eine Mischung aus Körnern und Fett – etwa Sonnenblumenkerne in Meisenknödeln.
"Sonnenblumenkerne mögen fast alle Arten", so Heiermann. Wichtig: Meisenknödel nur ohne Plastiknetz aufhängen, damit sich die Tiere nicht verheddern.
Tipp für Selbermacher: Pflanzenfett wie Kokosfett mit Körnermischung vermengen, zu Knödeln formen und aufhängen.
2. Futter vor Schnee schützenDer Futterspender sollte so platziert oder konstruiert sein, dass Schnee und Regen nicht direkt ans Futter gelangen. Geschütztes Futter bleibt länger frisch, vereist nicht und verdirbt langsamer.
3. Auch Wasser anbieten Die Tierschutzstiftung Vier Pfoten empfiehlt, flache Wasserschalen bereitzustellen: Bei Frost täglich frisches Wasser einfüllen und Eis entfernen, damit die Vögel trinken können.
4. Hygiene beachten Besonders viele Tiere an einer Futterstelle erhöhen die Gefahr von Krankheiten. Eva Lindenschmidt, Wildtierexpertin bei Vier Pfoten, warnt: "Verschmutzte Futterhäuschen oder Futterspender sind ein Nährboden für Keime und Parasiten." Am besten einmal pro Woche mit heißem Wasser und Bürste reinigen und feuchte Futterreste täglich entfernen. [dpa]
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Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |
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