Vaginaler Juckreiz: Das hilft bei Pilz und Trockenheit

Richtige Anwendung rezeptfreier Mittel für die weibliche Intimgesundheit bei Pilz, Vaginose-Anzeichen und Scheidentrockenheit. | Foto: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, Foto: alina_stor
  • Richtige Anwendung rezeptfreier Mittel für die weibliche Intimgesundheit bei Pilz, Vaginose-Anzeichen und Scheidentrockenheit.
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Vaginaler Juckreiz. Wer Jucken, Brennen, ungewöhnlichen Ausfluss oder Trockenheit bemerkt, kann Beschwerden oft gezielt einordnen und rezeptfreie Mittel korrekt anwenden, solange Warnzeichen beachtet werden und bei anhaltenden Symptomen ärztlich abgeklärt wird.

Körperpflege ist Routine, der Intimbereich wird dagegen oft erst wichtig, wenn Beschwerden auftreten. Laut einem Ratgeber des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI), der pharmazeutische Unternehmen vertritt, kann eine gestörte Scheidenflora unter anderem nach Antibiotika, durch ungeeignete Intimhygiene oder Stress entstehen. Dann fehlen schützende Milchsäurebakterien, das saure Milieu kippt und Probleme wie Scheidenpilz, bakterielle Scheideninfektionen oder Scheidentrockenheit werden wahrscheinlicher.

Tipps für die weibliche Intimgesundheit

Für die Intimhygiene wird meist empfohlen, den Bereich nur einmal täglich mit lauwarmem Wasser zu reinigen und höchstens milde, parfümfreie Intimwaschlotionen zu verwenden. Atmungsaktive Baumwollunterwäsche sowie das schnelle Wechseln feuchter Kleidung nach Sport oder Baden können zusätzlich helfen. Nach dem Toilettengang sollte mit dem Papier immer von vorn, also vom Scheideneingang, nach hinten zum After wischen.

Welche Beschwerden zu welchem rezeptfreien Mittel passen können

  • Scheidenpilz zeigt sich laut BPI-Ratgeber häufig durch Jucken, Brennen, Rötungen, Schwellungen der Schamlippen und geruchlosen, krümeligen Ausfluss. In der Selbstmedikation werden dafür Vaginalcremes oder Vaginaltabletten mit dem Wirkstoff Clotrimazol genannt. Wichtig ist die korrekte Anwendung nach Packungsbeilage, oft mit Applikator. Cremes können zusätzlich pflegend sein, was bei gleichzeitiger Trockenheit eine Rolle spielen kann.
  • Bakterielle Scheideninfektion, auch Vaginose, kann mit grau-weißem, unangenehm fischig riechendem Ausfluss auffallen. Die Behandlung erfolgt typischerweise mit Antibiotika und sollte besonders in der Schwangerschaft gynäkologisch abgeklärt werden. Bei leichten Symptomen wird als nachhaltige Unterstützung eine Milchsäurekur beschrieben, um das saure Milieu zu stabilisieren und das Wachstum nützlicher Milchsäurebakterien zu fördern. Genannt wird eine Anwendung über sieben Tage, am besten vor dem Schlafengehen in liegender Position mit Applikator. Die Kur kann auch ergänzend zu einem Antibiotikum genutzt werden, außerdem wird die Anwendbarkeit in Schwangerschaft und Stillzeit erwähnt.
  • Vorbeugung nach Infekten oder Antibiotika wird im Ratgeber mit Vaginalkapseln mit speziellen Milchsäurebakterien eingeordnet. Beschrieben wird eine Anwendung an sechs aufeinanderfolgenden Tagen vor der Nachtruhe, mit möglicher Wiederholung über zwei weitere Monate jeweils nach der Regelblutung.
  • Scheidentrockenheit betrifft viele Frauen, besonders nach der Menopause. Genannt werden Trockenheit, Brennen und Reizungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Wasserlassen sowie häufiger auftretende Harnwegsinfekte. Als hormonfreie Option werden befeuchtende Pflegeprodukte. Genannt werden unter anderem befeuchtende Gele mit Hyaluronsäure, pflegende Cremes oder Vaginalzäpfchen. Sie können täglich verwendet werden, das Gel auch vor dem Geschlechtsverkehr.

Worauf bei Selbstmedikation im Intimbereich besonders zu achten ist

  • Packungsbeilage lesen und Dosierung sowie Anwendungsdauer einhalten, besonders bei Vaginalcremes, Tabletten, Zäpfchen und Kapseln.
  • Bei Unsicherheit oder wenn Beschwerden anhalten ausdrücklich die Beratung in Apotheke oder Arztpraxis empfohlen.
  • In der Schwangerschaft gilt: Beschwerden, die auf eine bakterielle Scheideninfektion hindeuten, sollten gynäkologisch abgeklärt werden.
  • Zur Stabilisierung des sauren Milieus wird als Routine nach der Menstruation eine kurze Wiederholung der Milchsäurekur über zwei bis drei Tage beschrieben.

Rezeptfreie Mittel können bei typischen, leichten Beschwerden eingesetzt werden. Wenn Symptome unklar bleiben, sich verschlimmern oder länger anhalten, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße

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