Unwetter im Südwesten: DWD warnt am Donnerstag vor Hagel
- Schwere Gewitter drohen vor allem im Süden - wie hier in Friedrichshafen.
- Foto: Jason Tschepljakow/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Südwesten. Auf Hitze folgen am Donnerstag, 16. Juli im Südwesten teils schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. Besonders in Baden-Württemberg und weiteren Teilen Süddeutschlands rechnet der Deutsche Wetterdienst mit einer erhöhten Unwettergefahr.
Ab dem Nachmittag erwartet der DWD im Süden heftigen Starkregen mit rund 30 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Dazu kommen Hagel mit bis zu drei Zentimeter großen Körnern und schwere Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde.
In den übrigen Landesteilen sind ebenfalls Gewitter möglich, meist aber etwas schwächer. Dort werden Starkregen um 15 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde und kleinkörniger Hagel erwartet.
Schäden nach Unwettern in Baden-Württemberg
Bereits am 15. Juli haben Gewitter, Sturm, Hagel und Starkregen in Baden-Württemberg zahlreiche Einsätze ausgelöst. Besonders betroffen waren die Bodenseeregion und der Raum Reutlingen.
Am Bodensee rückte die Feuerwehr vor allem wegen umgestürzter Bäume aus. In Kressbronn fiel auf einem Campingplatz ein Baum auf ein Wohnmobil.
In Reutlingen liefen Keller voll und Straßen wurden überflutet. Dort gab es nach einem Hagelsturm mit bis zu fünf Zentimeter großen Körnern auch einen zeitweisen Stromausfall für rund 6000 Haushalte. In Schemmerhofen im Kreis Biberach lag der Hagel zentimeterhoch auf den Straßen.
Auf der A81 bei Singen überschlug sich ein Auto mehrfach, als plötzlich starker Regen einsetzte. Die Fahrerin blieb unverletzt. In Aitrach erlitt eine 43 Jahre alte Frau einen leichten Stromschlag, als ein Blitz einschlug, während sie ihr ladendes Handy in der Hand hielt. In Lichtenstein setzte ein Blitz den Dachstuhl eines unbewohnten Hauses in Brand.
Hitze endet zum Wochenende
Am Donnerstag, 16. Juli wird es im Südwesten noch einmal heiß. Vom Donaugebiet bis zum Niederrhein sind oft mehr als 30 Grad möglich. Nach Angaben des DWD ist die Wärmebelastung vor allem rund um den Oberrheingraben hoch.
Am Freitag, 17. Juli beendet ein Luftmassenwechsel die Hitze. Nach DWD-Angaben bleibt die Luft aber zunächst energiegeladen, sodass verbreitet erneut kräftige Gewitter möglich sind.
Zum Wochenende gehen die Temperaturen dann deutlich zurück. Häufig werden weniger als 25 Grad erreicht. An den Küsten kann es teils stürmisch werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |