Tödliches Erbe der DDR: Uran für Moskaus Bomben bei ZDFinfo

Tödliches Erbe der DDR – Deutsches Uran für Moskaus Bomben: Die Doku blickt auf den geheimen Uranabbau der „Wismut” und seine Folgen für Mensch und Umwelt. | Foto: ZDF
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Tödliches Erbe der DDR – Deutsches Uran für Moskaus Bomben. Im Erzgebirge startete kurz nach Kriegsende ein streng geheimes Großprojekt: Ab 1947 suchten Arbeiter unter dem Tarnnamen „Wismut” nach Uran. Die zweiteilige Doku erzählt, wie die DDR bis 1990 Uran in die Sowjetunion lieferte, und welche Folgen das für Menschen und Umwelt hatte.

Zu sehen ist „Tödliches Erbe der DDR – Deutsches Uran für Moskaus Bomben” am 19. September ab 21.45 Uhr in ZDFinfo. Im ZDF-Streaming-Portal stehen die beiden Filme bereits ab 5 Uhr bereit.

Vom Tarnnamen „Wismut” und einem „topsecret” Auftrag

Teil eins trägt den Titel „Erz um jeden Preis” und setzt in den späten 40er Jahren an: Für den atomaren Wettlauf braucht die Sowjetunion Tausende Tonnen Uran, Stalin lässt in Osteuropa mit Hochdruck danach suchen. In Sachsen werden Geologen in alten Silberminen fündig, und Zehntausende Bergarbeiter kommen in die Region, um für das Bergbauunternehmen „Wismut” Uran zu fördern. In der DDR bleibt der Auftrag der „Wismut” „topsecret”. Sowjetsoldaten sichern die Anlagen, und wer unter Spionageverdacht gerät, muss um sein Leben fürchten.

Tödliches Erbe der DDR – Deutsches Uran für Moskaus Bomben: Die zwei Teile

Der zweite Film heißt „Strahlende Gefahr” und zeigt, wie sich der Uranabbau nach Thüringen ausweitet, während Umweltzerstörung offiziell tabu bleibt. 1987 gelangen die heimlichen Recherchen des Bürgerrechtlers Michael Beleites zur radioaktiven Verseuchung in den Westen, danach gerät er ins Visier der Staatssicherheit.

Besonders hart trifft es laut Doku die Bergleute: Unter Tage arbeiten sie mit radioaktivem Erz, atmen uranhaltigen Staub und Radongas ein. Der Uranbergbau fordert Tausende Opfer, viele erkranken, manche sterben, die Diagnosen reichen von Staublunge über Gelenkschäden bis Lungenkrebs.

Was nach dem Mauerfall bleibt

Erst nach dem Mauerfall endet der Uranabbau, die Sowjetunion zieht sich zurück. Übrig bleibt eine geschundene Landschaft, und die Sanierung der gigantischen Altlasten wird zum Milliardenprojekt, das die Region noch für Jahrzehnte prägen soll.

ZDFinfo bietet beide Sendungen mit Untertiteln an. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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