Stürze vermeiden im Herbst: Sicher gehen trotz nassem Laub

Sieht schön aus, kann aber auf Gehwegen schnell zur rutschigen Gefahr werden: nasses Laub. | Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-mag
  • Sieht schön aus, kann aber auf Gehwegen schnell zur rutschigen Gefahr werden: nasses Laub.
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Stürze vermeiden im Herbst. Stürze vermeiden im Herbst gelingt vor allem mit Bewegung, rutschhemmenden Schuhen und genug Zeit auf nassen Wegen.

Nasses Laub kann schon vor dem ersten Glatteis zum Problem werden. Besonders in der dunklen Jahreszeit reicht ein kurzer unachtsamer Schritt, damit der Fuß wegrutscht und ein Sturz schwerere Folgen hat.

«Nasses Laub wirkt auf Gehwegen wie Schmierseife», warnt Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Gerade für ältere Menschen können Stürze ernste Verletzungen nach sich ziehen, etwa Oberschenkelhalsbrüche oder schwere Kopfverletzungen.

Bewegung senkt das Sturzrisiko langfristig

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Stürze oft auch ohne Laub und Glätte. Muskelkraft, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit lassen nach, wenn sie nicht regelmäßig trainiert werden. Unbehandelte Sehprobleme oder Medikamente, die Schwindel auslösen können, erhöhen das Risiko zusätzlich.

Weniger rauszugehen wirkt deshalb nur auf den ersten Blick sicher. «Wer sich immer weniger bewegt, verliert Muskelkraft und Gleichgewicht und erhöht damit langfristig sein Sturzrisiko», warnt Carl Neuerburg von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.

Geeignete Bewegung kann das Risiko im Alltag verringern. Dazu zählen Spaziergänge, Krafttraining sowie Übungen für Gleichgewicht und Koordination, jeweils passend zu den eigenen Möglichkeiten.

Rutschhemmende Schuhe und gute Wege helfen sofort

Bei nassem Laub, Dunkelheit und erster Glätte kommt es auf einfache Anpassungen an. Sie ersetzen keine Vorsicht, können aber den Halt verbessern und Hektik vermeiden.

  • Treppen werden sicherer, wenn Handläufe und Haltegriffe genutzt werden.
  • Gut beleuchtete Wege verringern das Risiko, Laub, Kanten oder Unebenheiten zu übersehen.
  • Schuhe sollten fest am Fuß sitzen und rutschhemmende Sohlen haben.
  • Für Wege mit nassem Laub oder erster Glätte hilft ausreichend Zeit, damit kein unnötiger Zeitdruck entsteht.
  • Eine Gehhilfe wie Rollator oder Gehstock kann zusätzlichen Halt geben, wenn Unsicherheit beim Gehen besteht.

Mehrere Stürze sind ein Grund zur Ursachenprüfung

Wer bereits mehrfach gestürzt ist, sollte das nach Einschätzung der Fachgesellschaften nicht einfach als Altersfolge abhaken. Entscheidend ist, die Ursache zu finden und möglichst zu beheben.

Dazu kann gehören, Sehprobleme behandeln zu lassen oder Medikamente ärztlich überprüfen zu lassen, wenn Schwindel als Nebenwirkung möglich ist. So lässt sich das persönliche Sturzrisiko oft wieder senken. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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