Studie zur FIFA WM 2026: Smartwatch misst Puls der Fans
- Herzklopfen in Echtzeit: Die Studie liefert erstmals globale, datengestützte Einblicke, wie kollektive Fußballbegeisterung Herz und Nerven von Millionen Fans rund um den Globus beeinflusst. (zu dpa: «Ihr Fußball-Herzschlag zur WM: Mitmessen per Smartwatch»)
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FIFA WM 2026. Wenn ein Tor fällt, rast bei vielen Fans der Puls. Forschende der Universität Bielefeld wollen nun genau messen, wie stark die Fußball-Weltmeisterschaft die Herzen der Zuschauer tatsächlich höher schlagen lässt.
Für die sogenannte WM-Fußballfieber-Studie werden Daten direkt über Smartwatches erfasst. Gemessen werden unter anderem Herzfrequenz, Stresslevel, Bewegung und Schlaf. Die Daten entstehen automatisch vor, während und nach den Spielen.
Teilnehmen können Fans aller Nationalteams. Entscheidend ist nicht, ob die Partie im Stadion, vor dem Fernseher, beim Public Viewing oder über einen Live-Ticker verfolgt wird.
Smartwatches vieler Hersteller können teilnehmen
Die Studie ist breit angelegt. Geräte von insgesamt dreizehn Herstellern sind kompatibel. Dazu gehören:
- Amazfit
- Apple
- Coros
- Fitbit
- Garmin
- Google Pixel
- Oura
- Polar
- Samsung
- Wahoo
- Whoop
- Withings
- Xiaomi
Neben den automatisch erfassten Daten bitten die Forschenden die Teilnehmenden auch um kurze Angaben dazu, wie sie die Spiele verfolgt haben.
Erste Ergebnisse schon während der WM erwartet
Alle Informationen werden anonymisiert und datenschutzkonform ausgewertet, betont das Forschungsteam. Erste Auswertungen sollen bereits während der Weltmeisterschaft auf der Projektseite der Universität Bielefeld veröffentlicht werden. Besonders rund um Spiele der deutschen Nationalmannschaft rechnen die Forschenden mit spannenden Einblicken.
Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Selbst einzelne Spiele liefern laut Forschungsteam wertvolle Daten für die Analyse.
Dass Fußball emotional stark auf den Körper wirkt, zeigte bereits eine frühere Untersuchung aus Bielefeld. Beim DFB-Pokalfinale im Mai erreichten Stadionbesucher im Schnitt vierundneunzig Herzschläge pro Minute. Zuschauer vor dem Fernseher lagen im Durchschnitt bei neunundsiebzig. Nach Toren stieg der Puls im Stadion zeitweise um bis zu sechsunddreißig Prozent stärker als bei Fans an anderen Orten.
Mit der neuen WM-Studie soll nun sichtbar werden, wie stark das globale Turnier Fans weltweit mitfiebern lässt.dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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