Sträucher schneiden im Herbst: So bleiben Blüten erhalten
- Ran an die Schere: Im Herbst können Gehölze ausgelichtet und von abgestorbenen Zweigen befreit werden.
- Foto: Christin Klose/dpa-mag
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Sträucher schneiden im Herbst. Ein vorsichtiger Pflegeschnitt entfernt Totholz und schafft Luft im Gehölz, ohne die Blüte im nächsten Frühjahr unnötig zu gefährden.
Wenn im Herbst das Laub fällt, werden kahle, beschädigte oder zu dicht gewachsene Stellen an Sträuchern besser sichtbar. Ab Oktober sind auch stärkere Rückschnitte wieder möglich, wie die DIY Academy in Köln einordnet. Sinnvoll ist das aber nicht bei jedem Gehölz.
Vor dem Schnitt lohnt sich ein genauer Blick in die Sträucher. Nisten dort noch Vögel oder haben Igel und andere Gartenbewohner einen Unterschlupf gefunden, spricht das für Zurückhaltung. Günstig ist ein trockener, frostfreier Tag, damit Schnittstellen besser abtrocknen können.
Diese Sträucher vertragen im Herbst Pflege
Im Herbst steht bei vielen Gehölzen nicht der radikale Rückschnitt im Vordergrund, sondern ein gezielter Pflegeschnitt. Totholz kann entfernt werden, zu dichte Sträucher lassen sich auslichten. Das bietet sich zum Beispiel bei Liguster, Haselnuss und Heckenkirsche an.
Bei Sommerblühern wie Sommerflieder oder Bartblumen entstehen die Blüten an neuen Trieben, die sich im Frühjahr entwickeln. Solche Pflanzen vertragen einen Rückschnitt meist gut. Im Herbst sollte er trotzdem maßvoll bleiben, stärkere Schnitte passen eher in den Spätwinter oder das zeitige Frühjahr.
Frühjahrsblüher wie Zaubernuss oder Magnolie bilden ihre Blütenknospen bereits im Jahr vor der Blüte. Wer diese Sträucher im Herbst kräftig einkürzt, entfernt womöglich die Blüten für das nächste Frühjahr. Der passende Zeitpunkt liegt deshalb direkt nach der Blüte.
So bleibt der Schnitt schonend
Zuerst werden abgestorbene, kranke oder beschädigte Zweige herausgenommen. Danach kann bei Bedarf ausgelichtet werden, vor allem dort, wo sich Zweige kreuzen, aneinander reiben oder stark ins Innere wachsen.
Bei älteren Ziersträuchern lohnt sich ein Blick auf einzelne Triebe, die stark verholzt oder wenig vital wirken. Solche Triebe können bodennah entfernt werden. Eingekürzt werden anschließend nur Zweige, die deutlich aus dem übrigen Wuchs herausragen.
- Liguster, Haselnuss und Heckenkirsche eignen sich für Auslichten und das Entfernen von Totholz.
- Sommerflieder und Bartblume vertragen meist einen moderaten Herbstschnitt.
- Magnolie und Zaubernuss sollten wegen der angelegten Blütenknospen erst nach der Blüte geschnitten werden.
Schnittgut kann im Garten nützlich bleiben
Feine Zweige lassen sich zerkleinern und kompostieren oder als Mulch verwenden. Dickere Äste können zu einem kleinen Totholzhaufen aufgeschichtet werden. Dort finden Insekten und andere Tiere einen geschützten Platz.
Der Herbstschnitt ist damit vor allem eine Pflegearbeit mit Augenmaß, die kranke Triebe entfernt, Sträucher licht hält und Blütenknospen schont. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |