Stau vermeiden bei der Urlaubsfahrt: Diese Zeiten sind günstiger

Am kommenden Wochenende (17. bis 19. Juli) rechnen die Verkehrsclubs mit einem nächsten Stauhöhepunkt auf den Autobahnen. | Foto: dpa
  • Am kommenden Wochenende (17. bis 19. Juli) rechnen die Verkehrsclubs mit einem nächsten Stauhöhepunkt auf den Autobahnen.
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Stau vermeiden bei der Urlaubsfahrt. Wer am Wochenende von Freitag, 17. Juli, bis Sonntag, 19. Juli, auf den Autobahnen unterwegs ist, muss vor allem am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag mit langen Verzögerungen rechnen. Etwas entspannter bleibt es nach Einschätzung von ACE und ADAC unter der Woche am Montag, Dienstag oder Mittwoch außerhalb des Berufsverkehrs.

Mit dem Ferienstart in Nordrhein-Westfalen rollt laut Auto Club Europa die bislang größte Reisewelle der Sommersaison auf die Fernstraßen. Besonders voll dürften die Routen in Richtung Süden, zu Nord- und Ostsee, in die Alpen und an das Mittelmeer werden. Dazu kommt Rückreiseverkehr auf vielen Hauptachsen.

Viele Verzögerungen entstehen nicht nur auf Autobahnen, sondern auch auf den Straßen zu Naherholungsgebieten. Bei gutem Wetter rechnen die Verkehrsclubs zusätzlich mit Tagesausflüglern und Kurzentschlossenen.

Diese Tage gelten als besonders staugefährdet

Am Freitag erwartet der ACE schon ab dem frühen Mittag einen starken Anstieg des Verkehrs. Besonders betroffen sind die Großräume Rhein und Ruhr sowie die Routen zu den Küsten und in den Süden. Die höchste Staugefahr sieht der Club zwischen 13 Uhr und 17 Uhr. Auch danach könne es bis in den späten Abend erhebliche Verzögerungen geben.

Am Samstag füllen sich vor allem im Westen und in der Mitte Deutschlands die klassischen Ferienrouten schnell. Zwischen 8 Uhr und 16 Uhr steht die Stauampel des ACE über weite Strecken auf Rot. Vor allem Baustellenbereiche könnten dann zu langen Wartezeiten führen.

Am Sonntag bleibt es zunächst etwas ruhiger. Bis etwa 9 Uhr erwartet der ACE nur eine niedrige Staugefahr. Danach nimmt der Verkehr wieder zu. Ab dem Nachmittag muss besonders auf den Heimreiserouten mit Verzögerungen gerechnet werden.

Unter der Woche reist es sich meist deutlich ruhiger

Wer bei der Abfahrt zeitlich flexibel ist, fährt nach Einschätzung des ACE meist am besten am Montag, Dienstag oder Mittwoch los, wenn der Berufsverkehr gemieden wird. Als ungünstig gilt dagegen der Freitag, weil dann Pendelverkehr und Urlaubsverkehr zusammenkommen.

Für Fahrten am Wochenende nennt der ACE den frühen Morgen oder die Nacht als vergleichsweise günstigere Zeiten. Nachtfahrten verlangen allerdings mehr Konzentration und regelmäßige Pausen. Vom Wochenende gilt der Sonntag insgesamt noch als der etwas ruhigere Reisetag, solange die Fahrt nicht erst am Nachmittag beginnt.

Entlastend wirkt an Samstagen im Juli und August das Sommerreise-Fahrverbot für schwere Lastwagen von 7 Uhr bis 20 Uhr. Sonntags gilt für Lastwagen über 7,5 Tonnen ohnehin ein Fahrverbot von 0 Uhr bis 22 Uhr.

Auf diesen Autobahnen ist besonders viel Verkehr zu erwarten

Als besonders belastet gelten laut ACE und ADAC unter anderem die A 1, A 2, A 3, A 5, A 6, A 7, A 8, A 9, A 61, A 81, A 93, A 95, A 96 und der Münchner Ring A 99. Hinzu kommen stark befahrene Strecken rund um Hamburg, Berlin, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Stuttgart und München sowie die Straßen zur Nord- und Ostsee.

Erschwerend kommen mehr als 1.000 Dauerbaustellen hinzu, die der ADAC derzeit zählt. Regionale Großveranstaltungen können den Verkehr zusätzlich bremsen. Genannt werden etwa die Rheinkirmes in Düsseldorf, das Parookaville Festival in Weeze, das Deichbrand Festival bei Cuxhaven und der Große Preis von Belgien in Spa-Francorchamps.

Auch in Österreich und der Schweiz drohen lange Wartezeiten

Im Ausland nimmt der Reiseverkehr ebenfalls deutlich zu. In Österreich gelten vor allem die West-Autobahn A 1, die Tauern-Autobahn A 10, die Inntal-Autobahn A 12, die Brenner-Autobahn A 13 und die Fernpassroute B 179 als stark belastet. Baustellen und zusätzliche Beschränkungen auf Ausweichstrecken in Tirol können die Fahrt weiter verlängern.

An den deutschen Grenzübergängen aus Österreich bei Suben an der A 3, Walserberg an der A 8 und Kiefersfelden an der A 93 sind wegen stichprobenhafter Einreisekontrollen weiter Wartezeiten möglich.

In der Schweiz sehen die Clubs vor allem auf der Gotthardroute A 2 ein hohes Staurisiko. Schon ab Freitagnachmittag sind dort längere Wartezeiten vor dem Tunnel möglich. Ab einer Stunde Wartezeit kann die San-Bernardino-Route über die A 13 laut ACE eine Ausweichmöglichkeit sein, auch wenn sie ebenfalls stark befahren sein dürfte.

Unterm Strich ist für die Urlaubsfahrt vor allem die Wahl des Abfahrtstags entscheidend, weil sich mit einem Start außerhalb der Spitzenzeiten oft viel Zeitverlust vermeiden lässt. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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