Sprit sparen für Autofahrer: Ballast raus, Dachbox runter
- Leichter reisen, weniger verbrauchen: Jedes unnötige Kilo im Auto erhöht den Spritverbrauch, daher lohnt es sich Dachboxen und Fahrradträger am Zielort gleich abzumontieren.
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Sprit sparen. Weniger Gewicht und weniger Luftwiderstand können den Kraftstoffverbrauch spürbar senken. Wer vor einer Autofahrt unnötige Gegenstände ausräumt oder Aufbauten wie Dachboxen entfernt, reduziert oft ohne technische Änderungen den Verbrauch.
Gerade vor Urlaubsfahrten sammelt sich im Auto schnell Ballast. Leergut, Werkzeug, Winterzubehör oder andere Dinge bleiben im Kofferraum liegen. Laut ADAC gilt eine einfache Faustregel: Steigen Gewicht und Zuladung um 100 Kilogramm, erhöht sich der Verbrauch im Schnitt um rund 0,3 Liter auf 100 Kilometer. Schon eine kurze Kontrolle des Kofferraums kann deshalb helfen, unnötige Last zu vermeiden. Alles, was während der Fahrt nicht benötigt wird, lässt sich vorübergehend ausräumen.
Dachboxen erhöhen den Verbrauch deutlich
Auch Aufbauten auf dem Dach wirken sich auf den Verbrauch aus. Dachboxen oder Fahrradträger verändern die Aerodynamik des Fahrzeugs und erhöhen den Luftwiderstand. Nach Angaben des ADAC kann der Kraftstoffverbrauch allein durch eine Dachbox um rund 20 Prozent steigen. Wird das Auto am Urlaubsort noch für Ausflüge genutzt, kann es sinnvoll sein, solche Aufbauten nach der Ankunft abzunehmen. Das gilt ebenso nach der Rückkehr.
Reserverad spart Sicherheit, kostet aber Gewicht
Im Kofferraum liegt oft auch ein Ersatzrad mit Werkzeug. Ein vollwertiges Reserverad ermöglicht zwar nach einem Reifenschaden die Weiterfahrt, wenn es in gutem Zustand ist und keine weiteren Schäden entstanden sind. Allerdings ist jeder Radwechsel laut ADAC mit Aufwand verbunden und stellt am Straßenrand häufig ein Sicherheitsrisiko dar. Außerdem müssen Wagenheber und Radmutternschlüssel mitgeführt werden. Rein rechnerisch lassen sich ohne Reserverad über eine Fahrleistung von 100.000 Kilometern etwa 60 Liter Kraftstoff einsparen. Ob der mögliche Spareffekt den Verzicht auf die zusätzliche Sicherheit rechtfertigt, bleibt eine individuelle Abwägung.
Fahrstil hat den größten Einfluss
Den größten Effekt auf den Verbrauch hat laut Prüforganisation Dekra der Fahrstil. Gleichmäßiges Tempo, sanftes Beschleunigen und vorausschauendes Fahren reduzieren den Kraftstoffbedarf deutlich.
Hilfreich sind unter anderem:
- früh hochschalten, damit der Motor mit niedriger Drehzahl arbeitet
- Kickdowns und abruptes Bremsen vermeiden
- das Fahrzeug möglichst oft rollen lassen
- einen vorhandenen Eco-Modus nutzen
Zusätzlich lässt sich Kraftstoff sparen, wenn der Motor bei längeren Stopps etwa an Ampeln oder Bahnübergängen abgeschaltet wird. Bei vielen modernen Autos übernimmt das automatisch eine Start-Stopp-Automatik. Insgesamt zeigt sich: Weniger Gewicht, weniger Luftwiderstand und ein ruhiger Fahrstil können den Verbrauch im Alltag spürbar senken. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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