Sonnenbrand vermeiden: Diese Medikamente machen lichtempfindlich
- Bestimmte Medikamente können zu einer sonnenbrandähnlichen Reaktion der Haut führen. In akuten Fällen kann dann unter Umsätnden eine antiallergische Salbe helfen.
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Medikamente und Sonne. Bestimmte Arzneimittel können die Haut schon bei normaler Sommerhitze deutlich empfindlicher für Sonnenlicht machen. Wer solche Mittel einnimmt, kann Hautreaktionen besser einordnen und weiß, worauf beim Sonnenschutz besonders zu achten ist.
„Meist kommt es zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen“, erklärt die Dermatologin Prof. Wiebke Ludwig-Peitsch vom Vivantes Klinikum in Berlin in der Zeitschrift „Apotheken Umschau“ Ausgabe 08/2026 B. Die Haut kann sich röten, brennen oder schmerzen. In schwereren Fällen sind auch Blasen möglich.
Daneben kommen laut der Expertin Pigmentstörungen mit länger anhaltender Verfärbung, Quaddeln oder seltener sogenannte photoallergische Reaktionen vor. Diese zeigen sich etwa durch einen juckenden, ekzemartigen Ausschlag, der verzögert auftritt.
Hoher UV-Schutz ist bei manchen Arzneien besonders wichtig
Um solchen Reaktionen vorzubeugen, gilt bei entsprechenden Medikamenten direkter Sonnenschein als zusätzlicher Risikofaktor. Sinnvoll sind lange Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sowie hohem UVA-Schutz. Denn durch Arzneimittel ausgelöste Hautreaktionen können schon bei Sonnenmengen auftreten, die sonst meist gut vertragen werden.
Wenn nach einem Aufenthalt im Freien Hautreizungen auftreten, nennt Ludwig-Peitsch rückfettende Hautpflege oder eine After-Sun-Lotion als mögliche erste Maßnahme. Bei akuten Beschwerden können nach fachlicher Beratung auch eine kortisonhaltige Salbe oder ein Antihistaminikum infrage kommen.
Von Antibiotika bis Johanniskraut reicht die Liste
Bei großflächigen Blasen, starken Beschwerden oder länger anhaltenden Hautveränderungen ist ärztliche Abklärung sinnvoll. Medikamente sollten nicht eigenmächtig abgesetzt werden. Ärztinnen und Ärzte können einschätzen, ob ein Präparat bei anhaltenden Problemen gewechselt, abgesetzt oder in der Dosierung angepasst werden sollte.
Nach Angaben der „Apotheken Umschau“ sind etwa 400 Medikamente bekannt, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Dazu zählen unter anderem bestimmte Antibiotika wie Doxycyclin, Entwässerungsmittel, einige Antidepressiva, Antipilzmittel, Krebsmedikamente, Retinoide, Aknetherapeutika und Johanniskraut. Hinweise dazu finden sich in der Packungsbeilage. Auch Arztpraxis oder Apotheke können die individuelle Einordnung erleichtern. Gerade im Sommer wird damit vor allem eines wichtig: Sonnenschutz muss bei bestimmten Medikamenten konsequenter ausfallen als sonst. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |