Sonnenbrand vermeiden: Diese Medikamente machen lichtempfindlich

Bestimmte Medikamente können zu einer sonnenbrandähnlichen Reaktion der Haut führen. In akuten Fällen kann dann unter Umsätnden eine antiallergische Salbe helfen. | Foto: Silvia Marks/dpa-mag
  • Bestimmte Medikamente können zu einer sonnenbrandähnlichen Reaktion der Haut führen. In akuten Fällen kann dann unter Umsätnden eine antiallergische Salbe helfen.
  • Foto: Silvia Marks/dpa-mag
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Medikamente und Sonne. Bestimmte Arzneimittel können die Haut schon bei normaler Sommerhitze deutlich empfindlicher für Sonnenlicht machen. Wer solche Mittel einnimmt, kann Hautreaktionen besser einordnen und weiß, worauf beim Sonnenschutz besonders zu achten ist.

„Meist kommt es zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen“, erklärt die Dermatologin Prof. Wiebke Ludwig-Peitsch vom Vivantes Klinikum in Berlin in der Zeitschrift „Apotheken Umschau“ Ausgabe 08/2026 B. Die Haut kann sich röten, brennen oder schmerzen. In schwereren Fällen sind auch Blasen möglich.

Daneben kommen laut der Expertin Pigmentstörungen mit länger anhaltender Verfärbung, Quaddeln oder seltener sogenannte photoallergische Reaktionen vor. Diese zeigen sich etwa durch einen juckenden, ekzemartigen Ausschlag, der verzögert auftritt.

Hoher UV-Schutz ist bei manchen Arzneien besonders wichtig

Um solchen Reaktionen vorzubeugen, gilt bei entsprechenden Medikamenten direkter Sonnenschein als zusätzlicher Risikofaktor. Sinnvoll sind lange Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sowie hohem UVA-Schutz. Denn durch Arzneimittel ausgelöste Hautreaktionen können schon bei Sonnenmengen auftreten, die sonst meist gut vertragen werden.

Wenn nach einem Aufenthalt im Freien Hautreizungen auftreten, nennt Ludwig-Peitsch rückfettende Hautpflege oder eine After-Sun-Lotion als mögliche erste Maßnahme. Bei akuten Beschwerden können nach fachlicher Beratung auch eine kortisonhaltige Salbe oder ein Antihistaminikum infrage kommen.

Von Antibiotika bis Johanniskraut reicht die Liste

Bei großflächigen Blasen, starken Beschwerden oder länger anhaltenden Hautveränderungen ist ärztliche Abklärung sinnvoll. Medikamente sollten nicht eigenmächtig abgesetzt werden. Ärztinnen und Ärzte können einschätzen, ob ein Präparat bei anhaltenden Problemen gewechselt, abgesetzt oder in der Dosierung angepasst werden sollte.

Nach Angaben der „Apotheken Umschau“ sind etwa 400 Medikamente bekannt, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Dazu zählen unter anderem bestimmte Antibiotika wie Doxycyclin, Entwässerungsmittel, einige Antidepressiva, Antipilzmittel, Krebsmedikamente, Retinoide, Aknetherapeutika und Johanniskraut. Hinweise dazu finden sich in der Packungsbeilage. Auch Arztpraxis oder Apotheke können die individuelle Einordnung erleichtern. Gerade im Sommer wird damit vor allem eines wichtig: Sonnenschutz muss bei bestimmten Medikamenten konsequenter ausfallen als sonst. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.